Nach FDP-Werben

Merkel: CDU hat keine Stimme zu verschenken

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Angela Merkel

Berlin - Harter Schlussspurt im Bundestagswahlkampf: Die Kanzlerin positioniert sich gegen den Koalitionspartner FDP. In Potsdam versuchen Demonstranten, Merkels Rede mit Pfiffen zu übertönen.

In der Schlussphase des Wahlkampfs zur Bundestagswahl wehrt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vehement gegen die Zweitstimmenkampagne ihres Koalitionspartners FDP. „Wir möchten die Koalition gern fortsetzen, aber die CDU hat keine Stimme zu verschenken“, sagte Merkel am Montagabend bei einem Wahlkampfauftritt in Potsdam. Und: „Jeder kämpft für seine Politik.“

Die CDU-Vorsitzende reagierte damit auf den Appell der FDP-Spitze an die Bürger, die Liberalen mit der Zweitstimme zu wählen, um die schwarz-gelbe Bundesregierung zu stützen. Bei der Landtagswahl in Bayern war die FDP am Sonntag an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Horst Seehofers CSU wird nun allein weiterregieren.

In Potsdam sprach Merkel vor mehreren Tausend Menschen auf dem Bassinplatz am Rande des Holländischen Viertels. Ihre Wahlkampfrede über Chancen in Deutschland, Träume der Bürger und gute Bedingungen für die Wirtschaft wurde von Demonstranten mit lauten Pfiffen gestört. Sie hielten Transparente hoch mit der Aufschrift „Gegen Homophobie“ und „Atomkraft - Nein Danke“.

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Zum Wahlsieg der CSU in Bayern sagte Merkel: „Wir haben uns sehr gefreut über das Ergebnis in Bayern. Das ist auf die beständige Arbeit der ganzen CSU zurückzuführen.“ CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sagte: „Klare Ansage: beide Stimmen für die CDU. Zweitstimme ist Merkelstimme.“ Zuvor hatte Merkel im niedersächsischen Duderstadt gesagt: „Wir haben keine Stimme zu verschenken. (...) Beide Stimmen für die CDU, das ist das Motto.“

dpa

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