Assad schickt weiter Truppen

Damaskus/Istanbul - Assads Regierungstruppen rückten am Mittwoch nach Angaben von Regimegegnern in größerer Zahl in die syrischen Städte Homs und Hama vor.

In den syrischen Städten Latakia und Deir al-Sor hat sich die Situation nach den Militäroperationen und Razzien der vergangenen Tage wieder etwas beruhigt. Dafür rückten die Regierungstruppen am Mittwoch nach Angaben von Regimegegnern in größerer Zahl in die Städte Homs und Hama vor.

In Hama seien neben Erwachsenen auch zahlreiche Minderjährige festgenommen worden, meldeten sie. Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter berichtete, am Vortag seien in der Provinz Idlib und in Deir al-Sor nahe der irakischen Grenze jeweils ein Zivilist getötet worden.

Die staatliche Nachrichtenagentur SANA meldete, die Sicherheitskräfte hätten im Viertel Al-Ramel Al-Dschanubi in Latakia und in Deir al-Sor ihre Operationen gegen “bewaffnete Terrorgruppen“ erfolgreich beendet und seien nun dabei, sich zurückzuziehen.

Die von den Revolutionen in Tunesien und Ägypten inspirierten Proteste gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad dauern bereits seit fünf Monaten an. Ein Ende des blutigen Konfliktes zwischen der Staatsmacht und den Regimegegnern, der schon Hunderte von Todesopfern gefordert hat, ist nicht in Sicht. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat die EU-Staaten aufgefordert, ihre Öl-Importe aus Syrien zu stoppen.

In Berlin wollte sich Bundesaußenminister Guido Westerwelle am Vormittag zu der Lage in Syrien äußern.

dpa

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