Assad verteufelt Demonstranten: Sabotage und Chaos

Damaskus - Syriens Präsident Baschar al-Assad ist auch in seiner dritten Rede seit Beginn der Proteste nicht auf die Demonstranten zugegangen. Er forderte, Gerüchten über ihn und seine Familie keinen Glauben zu schenken.

“Keine Reform durch Sabotage und Chaos“, sagte Assad am Montag in einer Rede, die von arabischen und internationalen TV-Sendern übertragen wurde. Über die Demonstranten, die seinen Rücktritt fordern, sagte er: “Sie töten im Namen der Religion.“ Die Regimegegner seien Extremisten, die sich moderne Waffen und Kommunikationsgeräte beschafft hätten. In der Ortschaft Dschisr al-Schugur hätten sie ein “Massaker“ an den Sicherheitskräften verübt. Ein zweites “Massaker“ in der Nähe der Stadt Maarat al-Noaman habe die Armee verhindern können.

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Gleichzeitig forderte er die Bürger seines Landes auf, Gerüchten über ihn und seine Familie keinen Glauben zu schenken. “Diese Gerüchte sind alle falsch.“ In den vergangenen Wochen seien zahlreiche “Märtyrer gestorben, Bürger und Angehörige der Sicherheitskräfte“ sagte Assad. Doch er wolle jetzt nach vorne schauen.

Zu den Symbolfiguren seines Regimes, die bei der Opposition besonders verhasst sind, gehört sein Bruder Maher, der regimetreue Einheiten der Sicherheitskräfte kommandiert. Diese Einheiten waren in den vergangenen Wochen mit militärischer Gewalt gegen Demonstranten vorgegangen.

Assad kündigte Maßnahmen gegen korrupte Staatsdiener an. Nach Schätzungen von Menschenrechtlern wurden seit Beginn der Ausschreitungen mehr als 1500 Menschen getötet.

dpa

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