Asse: Radioaktive Strahlung höher als bekannt

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In der Schachtanlage des ehemaligen Salzbergwerks Asse wurden zwischen 1965 und 1978 Atommüll eingelagert.

Hannover - Im maroden Atommüllager Asse gibt es offenbar größere Sicherheitsmängel als bisher bekannt: Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz König sagte, die Strahlung sei höher als bisher bekannt.

Die Strahlung der im maroden Atommülllager Asse gelagerten Fässer ist nach Expertenansicht höher als bislang dokumentiert. Davon ist der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, überzeugt. Er wurde im Untersuchungsausschuss des Landtages am Donnerstag in Hannover befragt. Die Angaben des früheren Asse-Betreibers zu den Inhalten der Fässer sind zweifelhaft, deshalb lässt das BfS neu überprüfen.

König betonte, dieses Verfahren brauche noch Zeit. Fässer mit radioaktivem Abfall hätten teils eine sehr hohe Abschirmung mit Blei. Dies lasse darauf schließen, dass die Strahlung im Innern höher sei als die Messungen ergaben, sagte König.

König hat die Sicherheitsmängel beim maroden Atommülllager Asse unter dem früheren Betreiber kritisiert. Es habe erheblichen Nachholbedarf beim Strahlenschutz und der Störfall- Sicherheit gegeben, sagte er.

Nach Bekanntwerden von Pannen im Umgang mit radioaktiven Stoffen hatte das BfS Anfang 2009 den Betrieb der Asse bei Salzgitter vom Helmholtz Zentrum München übernommen. Vom laufenden Betrieb gehe keine Gefährdung für die Bevölkerung aus, sagte König.

dpa

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