Weg frei für Milliardenhilfe

Athen einigt sich mit Geldgebern auf drittes Hilfspaket

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Die Gespräche Athens mit den Geldgebern über neue Hilfskredite steuern auf eine Entscheidung zu.

Athen - Die griechische Regierung hat sich mit den internationalen Geldgebern auf die Bedingungen für ein drittes Hilfsprogramm geeinigt.

"Eine Einigung wurde erreicht", sagte der Regierungsvertreter am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Wenig später folgte die offizielle Bestätigung: Eine "Grundsatzeinigung" sei "auf technischer Ebene" erzielt worden, so eine Sprecherin der Brüsseler EU-Kommission. Es seien aber noch Details zu klären. „Was wir derzeit noch nicht haben, ist eine Einigung auf politischer Ebene", sagte sie.

Am Nachmittag sollten Vertreter der 28 EU-Staaten die Einigung in einer Telefonkonferenz bewerten. Dabei dürfte deutlich werden, ob die Absprache der Experten die Rückendeckung der 19 Staaten mit der Euro-Währung hat.

Zuvor hatte es bereits geheißen, Griechenland und die internationalen Geldgeber hätten sich bei den Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket auf die Haushaltsziele für die kommenden Jahre geeinigt. Demnach soll das pleitebedrohte Euroland in diesem Jahr einen Primärüberschuss von 0,25 Prozent erwirtschaften, wie aus Verhandlungskreisen verlautete.

Beim Primärüberschuss werden die Zinszahlungen eines Landes ausgeklammert. Der Wert ist damit ein Indikator, wie sich der Haushalt ohne Zinsbelastung entwickelt. Das von einer schweren Finanzkrise geplagte Griechenland soll dann 2016 einen Primärüberschuss von 0,5 Prozent und 2017 von 1,75 Prozent erzielen.

Einigung ist Voraussetzung für weitere Hilfen

Eine Einigung bei den Verhandlungen ist Voraussetzung für weitere Hilfen für Griechenland. Sie soll mit weiteren Sparmaßnahmen verbunden werden. Dabei geht es etwa um die genaue Struktur des geplanten Privatisierungsfonds, in den Griechenland Staatsvermögen übertragen soll.

Bis zum 20. August muss Griechenland frisches Geld bekommen, um 3,2 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) zurückzahlen zu können. Ein drittes Hilfspaket soll bis zu 86 Milliarden Euro umfassen.

dpa/AFP

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