Atomsicherheit - Nur eine von vielen Fronten

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US-Präsident Barack Obama muss sich mit den Teilnehmern auch anderen Baustellen widmen.

Washington - Die Sicherung der Welt vor atomaren Anschlägen ist nur eine von vielen Fronten bei dem Gipfel in Washington. US-Präsident Barack Obama muss sich mit den Teilnehmern auch anderen Baustellen widmen.

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Zwar hat US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Barack Obama Vertreter von fast 50 Staaten eigens zu einer Atomsicherheitskonferenz eingeladen. An deren Ende soll diese Vereinbarung stehen: Jedes Land hält sein Nuklearmaterial so unter Verschluss, dass Terroristen damit kein Unheil anrichten können. Doch wenn viele Staatschefs, darunter Präsidenten von Mitgliedsländern des Weltsicherheitsrats, fast zwei Tage zusammensitzen, beraten sie auch über die anderen Krisen: über das umstrittene iranische Atomprogramm, den Nahost-Konflikt, den Afghanistan-Krieg und die große Baustelle Klimaschutz.

Ein Jahr Obama: Das hat er geleistet

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Noch bevor Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Fuß in das Konferenzzentrum gesetzt hatte, verkündete sie mit Stoßrichtung gegen den Iran: “Die Entscheidung über mögliche Sanktionen wird sehr bald zu fällen sein (...) Deshalb wird es sehr gut sein, dass wir auf der Konferenz auch die Vertreter Russlands und Chinas haben.“ Russland und China wollen Strafmaßnahmen gegen den Iran möglichst vermeiden.

In der Nacht erklärte dann der Asien-Berater des Weißen Hauses, Jeff Bader, nach einem Treffen von Obama mit Chinas Staatschef Hu Jintao, beide Präsidenten hätten sich darauf geeinigt, dass ihre Delegationen mit Blick auf eine UN-Resolution zu Sanktionen gegen den Iran zusammenarbeiten wollten. Unklar blieb, ob es bereits konkrete Einigungen gibt. Die Resolution sei eine Frage von Wochen, erklärte ein anderer Regierungsvertreter. Der Iran selbst war in Washington nicht vertreten.

Obama erhält den Friendensnobelpreis

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Merkel und Obama wollten sich nach Ende des Gipfels in der Nacht zum Mittwoch (MESZ) abseits vom großen Trubel persönlich treffen. Die Bundeskanzlerin will den Militäreinsatz in Afghanistan ansprechen, den schleppenden Prozess der Begrenzung der globale Erderwärmung sowie die Regulierung der Finanzmärkte - das alles in 30 Minuten. Angesichts gegenseitiger Enttäuschungen in jüngster Zeit (Deutschland schickte weniger Soldaten an den Hindukusch als Obama erhofft hatte und dieser blieb hinter den deutschen Erwartungen an einen besseren weltweiten Klimaschutz zurück) dürfte das Treffen vor allem der Kontaktpflege dienen. Allerdings machte Merkel in Washington nicht den Eindruck, dass das ihre Stimmung groß trüben würde.

Sie richtet den Blick nach vorn. So will sie Möglichkeiten zur besseren Ausbildung und Ausrüstung afghanischer Soldaten und Polizisten erörtern und in Erfahrung bringen, welchen Spielraum Obama im eigenen Land für die Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Merkel erkennt die enormen Probleme an, die der US-Präsident im Sinne seines Landes lösen will. Und die Bundesregierung zeigt sich mit dem Austausch mit Washington zufrieden. Inzwischen gebe es auch Videokonferenzen mit Obama, in denen wichtige Themen schnell angesprochen werden würden.

Bei seinem Gipfel dringt Obama auf spürbare Fortschritte in der globalen Sicherung nuklearen Materials vor Terroristen. Der Kongress müsse konkrete Ergebnisse bringen, mahnt er. Jedes Land solle einen eigenen Beitrag leisten, “damit die Welt ein bisschen sicherer wird“.

dpa

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