Friedensgespräche schnell vertiefen

EU: Verstärkte Migration im Schatten der Flüchtlingskrise

+
Bei dem EU-Ministertreffen steht die Flüchtlingskrise im Mittelpunkt. Auch Frank-Walter Steinmeier ist dabei. 

Amsterdam - Die Zusammensetzung des Flüchtlingszustroms nach Europa hat sich nach Zahlen der EU-Kommission zuletzt deutlich verändert.

"In Griechenland haben wir mittlerweile weniger als 40 Prozent syrische Flüchtlinge und möglicherweise sind manche von ihnen mit falschen Pässen ausgestattet", sagte der österreichische EU-Kommissar Johannes Hahn am Rande eines EU-Außenministertreffens in Amsterdam. "Das ist eine neue zusätzliche Dimension, dass sozusagen im Windschatten der Flüchtlingskrise jetzt noch ein verstärkter Migrationsstrom eingesetzt hat."

Angriffe auf Aleppo bringen noch mehr Flüchtlinge

Mit Blick auf die heftigen Gefechte in der syrischen Großstadt Aleppo wies der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn allerdings darauf hin, dass sich die Situation sehr schnell wieder ändern könne. "Es kommt mit großer Wahrscheinlichkeit eine große Flut von Menschen auf uns zu", sagte er.

Schuld daran seien die von Russland unterstützten Angriffe der syrischen Regierungstruppen auf Oppositionskräfte in Aleppo. Asselborn forderte die Außenminister der USA und Russlands auf, ihre Gespräche für eine Friedensinitiative "sehr, sehr schnell" zu vertiefen. Bei den für Donnerstag geplanten Verhandlungen in München müsse es darum gehen, "wirklich zu stoppen, was gestoppt werden muss".

Lesen Sie auch zum Thema: 

Zehntausende fliehen vor Kämpfen in Aleppo: An türkisch-syrischer Grenze droht humanitäre Katastrophe

Obergrenze für Flüchtlinge: Das ist die rechtliche Lage

dpa

Meistgelesene Artikel

Millionen protestieren gegen Trump - Präsident greift Medien an

Washington - Proteste in aller Welt haben den ersten vollen Amtstag von Donald Trump begleitet. Er selbst ignoriert sie erst einmal - und feuert …
Millionen protestieren gegen Trump - Präsident greift Medien an

Im Wortlaut: Was Trump mit erhobener Faust sagte

Washington - In seiner Antrittsrede am Freitag hat der neue US-Präsident Donald Trump das amerikanische Volk in den Mittelpunkt gestellt. Hier Trumps …
Im Wortlaut: Was Trump mit erhobener Faust sagte

Anbiedern oder Attacke? Mexiko zittert vor Trump

Mexiko-Stadt - Donald Trump regiert, die ersten Aktionen könnten sich gegen Mexiko richten - kein Land hat er mehr attackiert. Dort schwillt bereits …
Anbiedern oder Attacke? Mexiko zittert vor Trump

Kommentare