Bahr will Situation der Hebammen verbessern

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Gesundheitsminister Daniel Bahr will die Situation der deutschen Hebammen verbessern

Wiesbaden - Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will freiberufliche Hebammen angesichts ihrer zunehmenden Existenzsorgen besser unterstützen.

“Ich fordere die Krankenkassen auf, bei den künftigen Verhandlungen die Situation der Hebammen besser zu berücksichtigen“, sagte Bahr der “Süddeutschen Zeitung“ (Freitag). Selbstständige Geburtshelferinnen verhandeln derzeit mit den gesetzlichen Kassen über eine Anhebung ihrer Gehälter. Zudem protestieren sie gegen eine steigende Haftpflichtprämie.

In Deutschland sind heute mehr Hebammen in Krankenhäusern angestellt als vor 20 Jahren - allerdings arbeiten nur die wenigsten Vollzeit. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag zum Internationalen Hebammentag am 5. Mai mit.

2010 gab es der Statistik zufolge insgesamt 10 500 Hebammen in deutschen Kliniken. Rund 8500 von ihnen waren fest angestellt - 72 Prozent davon allerdings nur mit einem Teilzeitvertrag oder als geringfügig Beschäftigte. Rund 2000 arbeiteten als Beleghebammen.

1991 sah das noch ganz anders aus: Damals gab 8800 festangestellte Hebammen. Allerdings waren nur 29 Prozent von ihnen teilzeit- oder geringfügig beschäftigt. Die Zahl der Beleghebammen lag bei 2200.

“Innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich die Zahl der im Krankenhaus festangestellten Hebammen also um 28,2 Prozent erhöht“, berichteten die Statistiker. Zugleich sei der Anteil der teilzeit- oder geringfügig beschäftigten Hebammen deutlich gestiegen.

Der Hebammenberuf ist eine rein weibliche Domäne: 2010 gab es laut Destatis in deutschen Krankenhäusern einen einzigen festangestellten “Entbindungspfleger“, wie männliche Hebammen genannt werden. Anfang der 90er Jahre übten immerhin 17 Männer diesen Beruf aus.

dpa

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