Trotz Rissen an Reaktorbehältern

Belgien fährt Atomreaktor nahe deutscher Grenze hoch

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2014 war das Atomkraftwerk Tihange wegen Sicherheitsbedenken abgeschaltet worden. Nun wurde der Reaktor trotz Protest aus Deutschland wieder hochgefahren.

Brüssel - Der belgische Atomreaktor Tihange 2 ist ungeachtet von Protesten aus Deutschland wieder hochgefahren worden. Das rund 70 Kilometer westlich von Aachen gelegene Kraftwerk sei am Montagabend ans Netz gegangen.

Die Wiederinbetriebnahme sei vollkommen sicher gewesen, teilte der Betreiber Electrabel im Internet mit.

Der Reaktor war zuletzt im März 2014 wegen Sicherheitsbedenken abgeschaltet worden, nachdem Haarrisse an den Reaktorbehältern entdeckt waren worden. Nach einer Überprüfung teilte die Nuklearaufsichtsbehörde AFCN jüngst aber mit, dass es sich dabei um ein Problem handle, das keine Gefahr für die Sicherheit der Reaktoren darstelle.

Nordrhein-westfälische Politiker hatten die Pläne für das Wiederanfahren von Tihange 2 bereits im Vorfeld scharf kritisiert. Sie bezeichneten das Vorgehen der belgischen Behörden unter anderem als "russisches Roulette".

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