Mit Bürgermeister zerstritten

Berliner Senatssprecherin: Ruhestand mit 37 - Kritik an Gehalt

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Daniela Augenstein,

Berlin - Zwei Tage nach der Abgeordnetenhauswahl trennt sich Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) von seiner bisherigen Sprecherin. Was sie jetzt verdient, sorgt vielerorts für Unverständnis.

Die 37-jährige Staatssekretärin Daniela Augenstein wird in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus zuverlässiger Quelle.

Wie der Spiegel berichtet, bekommt Augenstein für drei Monate ihre vollen Bezüge von 8900 Euro brutto. Das anschließende Ruhegehalt von 71,75 Prozent richtet sich nach der Zahl der Monate, die sie im Amt war. Da sie dieses im Dezember 2014 antrat, könnten ihr jetzt 21 Monate lang 6385 Euro zustehen. Das Ruhegehalt wird allerdings mit anderen eventuellen Einkünften verrechnet, so das Blatt. Danach erhält sie "ein Ruhegehalt, das sich auf der Basis der individuell erreichten ruhegehaltfähigen Dienstzeit errechnet", wie es in einem Schreiben der Innenverwaltung heiße. Das betrage mindestens 3000 Euro brutto, schreibt die Welt.

Aus dem einstweiligen Ruhestand kann Augenstein reaktiviert werden, sobald sie sich um einen neuen Job bewirbt. Müller gehe davon aus, dass die 37-Jährige "etwas tun will", so die Welt.

Seit Wochen halten sich hartnäckig Gerüchte, dass es zwischen Müller und Augenstein zu einem ernsthaften Zerwürfnis gekommen ist. Das hatte die Senatskanzlei noch Ende August bestritten. Augenstein sei in ihrem Resturlaub, hieß es. Eine Woche vor der Wahl sei sie an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt.

Die studierte Politikwissenschaftlerin hatte früher unter anderem in der Pressestelle des SPD-Parteivorstands, als Pressesprecherin der Berliner SPD und als Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gearbeitet. Augensteins Nachfolge ist bislang nicht geklärt.

dpa/hn

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