Bericht: FDP speckt Steuerreform ab

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Nach Informationen der “Financial Times Deutschland“ sieht der Plan des stellvertretenden Parteivorsitzenden Andreas Pinkwart und des FDP-Steuerexperten Hermann Otto Solms einen Steuertarif mit künftig fünf Stufen vor.

Hamburg - Die FDP geht mit deutlich abgespeckten Forderungen in die Koalitionsgespräche mit der Union über eine umfassende Steuerreform. Sie plant fünf Stufen, um die kalte Progression abzumildern.

Nach Informationen der “Financial Times Deutschland“ sieht der Plan des stellvertretenden Parteivorsitzenden Andreas Pinkwart und des FDP-Steuerexperten Hermann Otto Solms einen Steuertarif mit künftig fünf Stufen vor.

Der Freibetrag von heute 8.004 Euro und der Eingangssteuersatz von 14 Prozent blieben dabei unverändert. Ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 15.001 Euro soll der Steuersatz demnach auf 25 Prozent steigen, der bis zu einem Einkommen von 35.000 Euro gelten soll. Für Einkünfte zwischen 35.001 Euro und 60.000 Euro würde ein Steuersatz von 35 Prozent fällig, ab 60.001 Euro würde dann wieder der heutige Spitzensteuersatz von 42 Prozent gelten.

Auch die sogenannte Reichensteuer von 45 Prozent ab einem Jahreseinkommen über 250.000 Euro bliebe bestehen. Das FDP-Konzept, das Pinkwart und Solms am Dienstag offiziell in Berlin vorstellen wollen, sieht nach “FTD“-Informationen weiter vor, dass die gesamte Entlastung von gut 16 Milliarden Euro 2012 in Kraft treten soll.

“Wir wollen die volle Jahreswirkung noch in dieser Legislaturperiode“, hieß es laut der Zeitung in der Verhandlungsgruppe. Zuvor war auch davon die Rede gewesen, die Partei sei dazu bereit, die Steuerentlastung über mehrere Jahre zu strecken, um sie angesichts der desolaten Haushaltslage so leichter durchzusetzen, wie die “FTD“ weiter schreibt. Im Koalitionsvertrag hatten Union und FDP noch vereinbart, die Steuerreform solle möglichst zum 1. Januar 2011 in Kraft treten. Dieses Datum war insbesondere auf Druck der CSU in den Vertrag gekommen.

DAPD

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