Staatsanwaltschaft prüft Vorwürfe

Zyperns Banken sollen Politiker begünstigt haben

Nikosia - Laut griechischer Medienberichte sollen zyprische Banken Politikern und Unternehmern des Landes Kredite genehmigt haben, die diese nicht oder nur zum Teil zurückgezahlt haben.

Die zyprische Staatsanwaltschaft geht Medienberichten nach, wonach zahlreiche Politiker und Unternehmer des Inselstaates Kredite von zyprischen Banken erhalten und diese nur zum Teil oder gar nicht zurückgezahlt haben sollen. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitagabend sagte, würden die Vorwürfe in den kommenden Tagen geprüft. „Vorerst gibt es jedoch keine Anklage.“

Eine griechische Boulevardzeitung und ein griechisches Internet-Nachrichtenportal hatten eine Liste mit Namen von Politikern veröffentlicht, die zwischen 2007 und 2012 Darlehen von den zwei in Schieflage geratenen Banken Bank of Cyprus und Laiki Bank erhalten haben sollen.

Im staatlichen Fernsehen (RIK) bestätigte auch der zyprische Generalstaatsanwalt Petros Klerides die Untersuchungen. „Wir werden uns ab Dienstag mit den Veröffentlichungen befassen. Weitere rechtliche Schritte gibt es bislang nicht“, sagte er. Viele der Beschuldigten wiesen die Vorwürfe zurück.

dpa

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