Anzeichen für Rot-Grün-Rot

Berlin-Wahl bringt wohl neue Regierungskoalition

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In Berlin wird ein neues Landesparlament gewählt. Rund 2,48 Millionen Menschen sind aufgerufen, über die mindestens 130 Sitze im Abgeordnetenhaus zu entscheiden Foto: Sophia Kembowski/Archiv

Die Berliner sind heute zur Wahl ihres Abgeordnetenhauses aufgerufen. Rot-Schwarz kann nach der Wahl wohl nicht weiterregieren. Dafür wird ziemlich sicher die AfD ins Parlament einziehen. Vier Parteien liegen eng beieinander.

Update vom 18. September 2016: Wie geht die Wahl in Berlin aus? Wir berichten über alle Hochrechnungen und Ergebnisse zur Berlinwahl im Live-Ticker.

Berlin (dpa) - In Berlin hat die Abgeordnetenhauswahl begonnen. Rund 2,48 Millionen Menschen sind aufgerufen, über die mindestens 130 Sitze im Landesparlament zu entscheiden. Parallel dazu werden auch die Kommunalparlamente in den zwölf Berliner Stadtbezirken gewählt.

Alle Meinungsumfragen sehen die SPD mit Regierungschef Michael Müller trotz starker Verluste vorn. Eine Fortsetzung der Koalition mit der CDU wird demnach aber voraussichtlich nicht möglich sein. Nach den Umfragen wird es keine Mehrheit für irgendeine Zweierkoalition geben. Stattdessen könnte das bundesweit erste rot-grün-rote Bündnis unter Führung der SPD gebildet werden.

Die AfD wird voraussichtlich mit einem zweistelligen Wert ins Parlament einziehen, aber schwächer abschneiden als zuletzt in Mecklenburg-Vorpommern. Die Piratenpartei, die vor fünf Jahren bundesweit erstmals in ein Landesparlament eingezogen war, wird nun voraussichtlich wieder rausfliegen. Dagegen könnte der momentan nicht im Abgeordnetenhaus vertretenen FDP die Rückkehr gelingen.

2011 landete die SPD mit 28,3 Prozent vor der CDU, die 23,3 Prozent holte. Die Grünen kamen auf 17,6 Prozent, die Linken auf 11,7 Prozent. Die Piratenpartei erreichte 8,9 Prozent.

Im kommenden Jahr werden noch die Landtage im Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen neu gewählt, bevor im Herbst die Bundestagswahl stattfindet.

Landeswahlleiterin

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