Berlusconi greift zum äußersten Mittel

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Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi.

Rom - Nach der Abstimmungsniederlage zum Rechenschaftsbericht 2010 sieht sich Italiens Ministerpräsident mal wieder zum letzten Mittel gezwungen. So will Berlusconi den Bericht durch das Parlament bringen:

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi will nach einer Abstimmungsniederlage im Parlament erneut die Vertrauensfrage stellen. Dies kündigte sein Sprecher Paolo Bonaiuti in der Nacht zum Mittwoch an. Der umstrittene Ministerpräsident hatte eine Krisensitzung einberufen, nachdem seine Regierung im Abgeordnetenhaus bei der Abstimmung über den Rechenschaftsbericht 2010 eine Niederlage gegen die linke Opposition erlitten hatte.

Der Bericht soll nun nach Medienangaben spätestens am Donnerstag per Vertrauensvotum durchs Parlament gebracht werden. Es wäre die 51. Vertrauensabstimmung über die Regierung Berlusconi.

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In jüngster Zeit sind die Rücktrittsforderungen gegen den 75-Jährigen wieder lauter geworden, auch in den eigenen Reihen formiert sich Widerstand gegen den Premier. Eine Gruppe von 30 Parlamentariern der Regierungskoalition, angeführt von dem ehemaligen Industrieminister Claudio Scajola, kritisierte in den vergangenen Tagen offen Berlusconis Führungsstil.

dpa

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