Beust: Merkel soll "mal mit Faust auf Tisch hauen"

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Ole van Beust.

Berlin - Hamburgs Regierungschef Ole von Beust hat Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU) ein energischeres Vorgehen gegen illoyale Regierungsmitglieder bis hin zu deren Rauswurf empfohlen.

In der Politik müsse man “auch mal auf den Tisch hauen“, sagte er der “Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag). “Wenn ein Minister illoyal ist, wäre es klug, ihn rauszuschmeißen. Dann muss die Kanzlerin sagen: “Ich bin der Kapitän an Bord. Ich habe jetzt dreimal gemahnt, nun fliegst du raus.“

Beust sagte, Merkel sei ihm sympathisch, weil sie nicht “dieses Gockel-Gehabe“ zeige, “Sie schlägt keine Pfauenräder.“ Ihre Stärke sei die nüchterne Analyse. “Aber manchmal braucht Politik Symbole. Wenn das Vertrauen flöten geht, müssen Sie auch mal auf den Tisch hauen.“

Beust beklagte eine soziale Schieflage beim Sparpaket der Bundesregierung und sprach sich für eine stärkere Besteuerung von Reichen aus. “Gerechtigkeit ist auch eine emotionale Sache. Wenn Sie unten kürzen, aber oben nicht, führt das logischerweise zu Unverständnis. Also wäre es anders klüger gewesen. Würde die Union allein regieren, hätte sie es auch so gemacht.“

dpa

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