Blutige Unruhen in Syrien finden kein Ende

Kairo/Damaskus - Die blutigen Unruhen in Syrien gehen auch nach der Friedensvereinbarung zwischen der Regierung und der Arabischen Liga weiter. Aktivisten sprechen von mehreren getöteten Zivilisten - und planen neue Aufstände.

Die Aktivisten in Syrien stellten in der Nacht Videos von Demonstrationen in mehreren Provinzen ins Netz, bei denen zum Sturz von Präsident Baschar al-Assad aufgerufen wurde. Sie berichteten, in der Provinz Homs sei am Donnerstag ein Zivilist getötet worden. Am Vortag seien 25 Zivilisten gestorben. Wegen der Medienblockade in Syrien waren diese Angaben nicht zu überprüfen. Für diesen Freitag riefen die Aktivisten zu neuen Massenprotesten auf.

Die syrische Regierung hatte am Mittwochabend während einer Sondersitzung in Kairo einem Vorschlag der Arabischen Liga für eine Beendigung des Konfliktes mit der Opposition zugestimmt. Sie verpflichtete sich, die Armee aus den Städten abzuziehen, mutmaßliche Regimegegner freizulassen und internationale Beobachter zuzulassen.

Exil-Opposition traut dem Regime weiter nicht

Die Exil-Opposition erklärte, dem Regime sei nicht zu trauen. Assad versuche nur Zeit zu gewinnen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte, wichtig sei, dass die syrische Regierung, die von ihr eingegangenen Verpflichtungen nun auch einhalte. Die Proteste gegen Präsident Assad und die regierende Baath-Partei dauern bereits seit März an. Weit über 3000 Menschen sollen seither getötet worden sein.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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