BND-Chef Uhrlau rechnet mit Schwächung von Al Kaida

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Ernst Uhrlau

Hamburg - Der Tod von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden bedeutet nach Angaben des Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes (BND), Ernst Uhrlau, “zunächst keinen Zuwachs an Sicherheit“.

Die Gefahr des Terrorismus existiere weiter, “deshalb müssen die Sicherheitsbehörden weiterhin sehr wachsam sein“, sagte der Geheimdienst-Chef dem “Hamburger Abendblatt“ (Mittwochausgabe).

Dennoch bewertet Uhrlau den US-Einsatz als gelungen: “Die erfolgreiche Operation kann durch den Wegfall der Integrations- und Identifikationsfigur Osama bin Laden, in der weiteren Entwicklung zu einer nachhaltigen Schwächung von Kern-Al-Kaida führen.“

Eine Einflussnahme Bin Ladens auf das taktisch-operative Tagesgeschäft des Terrornetzwerks sei zwar seit Längerem nicht mehr möglich gewesen. Sein Tod habe aber große Bedeutung, da Bin Laden nicht nur innerhalb der Al-Kaida-Gesamtorganisation, sondern auch darüber hinaus eine “unangefochtene Rolle als zentrale Integrations- und Leitfigur“ innegehabt habe. Uhrlau rechnet nicht damit, dass es den Terroristen gelingt, diese Lücke schnell wieder zu füllen.

dapd

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