Ermittler können Laptop nicht knacken

BND-Doppelspion lässt BKA verzweifeln

Berlin - Die Sicherheitsbehörden beißen sich nach einem „Spiegel“-Bericht an der technischen Ausrüstung des mutmaßlichen CIA-Spions beim BND die Zähne aus.

Demnach ist es Fachleuten des Bundeskriminalamts und des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik bislang nicht gelungen, den Laptop des im Juli verhafteten BND-Mitarbeiters Markus R. zu entschlüsseln. Das habe Generalbundesanwalt Harald Range vergangene Woche den Obleuten des NSA-Untersuchungsausschusses berichtet, schrieb das Nachrichtenmagazin.

Im Besitz des mutmaßlichen Agenten soll sich ein unverschlüsselter USB-Stick mit 201 Dokumenten befunden haben, die er an den US-Geheimdienst geliefert haben will. Zudem stellten die Ermittler einen Laptop sicher, auf dem eine Wetter-App installiert ist. Bei Anfragen nach dem Wetter in New York, öffne sich ein Kommunikationskanal zu seinen Auftraggebern, soll R. bereits nach früheren Berichten erklärt haben.

Da der Mann seither schweige, seien bislang alle Versuche gescheitert, das verschlüsselte Gerät zu knacken, heißt es im „Spiegel“. Es sei daher ungeklärt, ob er noch weitere Dokumente an ausländische Geheimdienste geliefert habe.

dpa

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