BND soll auch EU-Außenbeauftragte Ashton abgehört haben

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Catherine Ashton wirft im September 2013 im EU-Parlament in Straßburg einen Blick auf ihr Mobiltelefon. Foto: Patrick Seeger

Berlin (dpa) - Der Bundesnachrichtendienst (BND) soll nach einem Medienbericht bis 2013 auch die damalige EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton abgehört haben.

Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, soll der damalige Kanzleramtschef Ronald Pofalla diese Praxis im Herbst 2013 mit einer Weisung beendet haben.

Laut "Spiegel" hatte der BND auch die Handynummer von US-Außenminister John Kerry 2013 in die Erfassung aufgenommen. Dabei habe es aber wegen einer Panne keine Abhörergebnisse gegeben.

Der BND steht im Verdacht, unrechtmäßig auch europäische Behörden, diplomatische Einrichtungen und in Einzelfällen verbotenerweise sogar deutsche Staatsbürger im Ausland ausspioniert zu haben.

Die Bundesregierung hatte im vergangenen Oktober mitgeteilt, dass es neben den umstrittenen Suchkriterien des US-Geheimdienstes NSA auch eigene problematische BND-Selektoren gegeben hat. Diese seien bis Ende 2013 im Einsatz gewesen. Selektoren sind etwa Telefonnummern oder Mailadressen, nach denen weltweite Datenströme durchsucht werden.

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