Brüderle verteidigt Rösler

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Rainer Brüderle

Berlin - Der FDP-Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle hat die Kritik an den Spekulationen von Parteichef Philipp Rösler über eine mögliche Insolvenz Griechenlands zurückgewiesen.

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“Man muss in der Tat mit dieser schwierigen Situation umsichtig umgehen, aber es geht doch nicht, dass man einfach ein Tabu darüber legt“, sagte Brüderle am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin. Die Äußerungen Röslers bewegten sich genau auf der Linie dessen, was die Euro-Finanzminister für den dauerhaften Stabilitätsmechanismus formuliert hätten.

“Auch dort heißt es: Wenn die Schuldentragfähigkeit eines Landes nicht gegeben ist, gibt es eine Beteiligung privater Gläubiger. Das ist nichts anderes als eine Restrukturierung“, sagte Brüderle. Die finanzielle Hilfe für Griechenland hänge davon ab, ob die Sparvorgaben eingehalten würden. Wenn dies nicht der Fall sei und die Hilfen nicht ausgezahlt werden könnten, müssten die Griechen selbst entscheiden, wie es weitergehe. “Das ist ein souveräner Staat.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) hatten sich am Dienstag klar von Rösler distanziert, nachdem der Wirtschaftsminister eine geordnete Insolvenz Athens nicht ausgeschlossen hatte. Brüderle betonte, dass er “selbstverständlich“ an der Seite von Rösler sei: “Auch in diesen schwierigen Zeiten stehen wir zusammen.“

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Im übrigen gebe es die selben Äußerungen zur Zukunft Griechenlands von der CSU. “Da regt sich natürlich in der CDU keiner auf.“ Spekulationen über einen Bruch der Koalition wies Brüderle zurück. “Wir haben alle Chancen, es sind noch zwei Jahre bis zur nächsten Bundestagswahl, viel Zustimmung in der Bevölkerung zu kriegen. Was wir jetzt machen müssen, ist solide Arbeit. Deshalb muss man wechselseitig Vertrauen haben.“

dpa

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