49 Ermittlungsverfahren laufen

BKA: Mehr als 380 Hinweise auf Terroristen unter Flüchtlingen

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Die Polizei zeigt in Deutschland mehr Präsenz.

Frankfurt - Das Bundeskriminalamt bekommt zahlreiche Hinweis auf Terroristen, die sich als Flüchtlinge tarnen. Die Gefährdungslage in Deutschland sei unverändert hoch.

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat mehr als 380 Hinweise auf angebliche Mitglieder oder Unterstützer von terroristischen Gruppierungen erhalten, die mit den Flüchtlingsbewegungen nach Deutschland gekommen sind. Das sagte BKA-Präsident Holger Münch der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstagsausgabe). Die Hinweise seien von Flüchtlingen und anderen Sicherheitsbehörden gekommen. Einige der Hinweise hätten zu Ermittlungsverfahren geführt, meistens bestätige sich der Terrorismusverdacht aber nicht.

"Wir führen derzeit 49 Ermittlungsverfahren gegen Personen, die im Flüchtlingsstrom gereist sind", sagte Münch der FAZ. Nicht hinter jedem Verfahren müsse am Ende ein terroristischer Sachverhalt stehen. "Es kann sich ebenso um Kriegsverbrechen, begangen in Syrien oder dem Irak, handeln."

Drei mutmaßliche IS-Terroristen verhaftet

Am Donnerstag waren drei mutmaßliche Mitglieder der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Deutschland festgenommen worden, die den Ermittlungen zufolge einen Anschlag in der Düsseldorfer Altstadt verüben sollten. Ein vierter Verdächtiger sitzt in Frankreich in Untersuchungshaft. Er soll die Behörden über die Pläne informiert haben.

Das Bundesinnenministerium erklärte am Freitag, die Gefährdungslage in Deutschland sei unverändert hoch. Daran hätten die jüngsten Festnahmen nichts geändert. "Deutschland befindet sich ebenso wie andere Staaten im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus", sagte Ministeriumssprecher Johannes Dimroth. Für eine grundsätzliche Bewertung der mutmaßlichen Anschlagspläne in Düsseldorf sei es noch zu früh.

afp

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