"Kommando Strategische Aufklärung"

Bundeswehr bald zu Cyber-Angriffen fähig

Rheinbach - Die Bundeswehr wird spätestens in drei Jahren vollständig zu Angriffen über das Internet in der Lage sein. Eine „Anfangsbefähigung“ sei zwar jetzt schon erreicht, es fehle aber noch an geschützten Fahrzeugen für mobile Cyber-Trupps.

Das sagte der Chef des Kommandos Strategische Aufklärung, Brigadegeneral Jürgen Setzer. „Nach derzeitigem Stand werden wir über diese materielle Ausstattung 2015/2016 verfügen.“

Die für Cyber-Krieg zuständige Abteilung „Computernetzwerkoperationen“ gehört zum weitgehend geheim agierenden Kommando Strategische Aufklärung der Bundeswehr und ist in Rheinbach bei Bonn stationiert. Die rund 60 Mann starke Informatiker-Truppe wird seit 2006 aufgebaut und erreichte 2011 eine erste Befähigung zum Angriff. Die Einheit könnte beispielsweise zum Eindringen in gegnerische Netzwerke eingesetzt werden, um Waffensysteme wie die Luftabwehr eines Landes auszuschalten.

Zu einem mobilen Einsatz etwa in Afghanistan wäre die Truppe derzeit laut Setzer noch nicht in der Lage. Rechtliche Hürden würde es seiner Ansicht nach dafür aber nicht geben. Das UN-Mandat, auf das sich der Bundestagsbeschluss zum Bundeswehr-Einsatz stützte, erlaube die Verwendung aller „notwendigen Mittel“, sagte Setzer. „Ich sehe darin keinen Ausschluss.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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