Soldat bei Spiel mit Waffe getötet?

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Der Soldat Oliver O. ist eventuell dem Schuss eines Kameraden zum Opfer gefallen.

Berlin - Der Ende vergangenen Jahres im Afghanistan ums Leben gekommene Bundeswehrsoldat ist offenbar beim Spielen mit einer geladenen Schusswaffe getötet worden.

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Dies berichtete die “Bild“-Zeitung (Freitagausgabe) vorab unter Berufung auf einen Ermittlungsbericht der Feldjäger. Demnach gab einer von elf befragten Soldaten zu Protokoll, er würde die Vorfälle an jenem Abend als “spielerischen Umgang“ mit Waffen bewerten, bei dem sich ein Schuss gelöst und das Opfer, einen 21 Jahre alten Hauptgefreiten, tödlich in den Kopf getroffen habe.

“Die haben sich die Waffen vor die Nasen gehalten“, heißt es demnach in der Aussage des Soldaten. Der Kamerad, der den Schuss versehentlich abgefeuert habe, hatte demnach ebenfalls den Dienstgrad eines Hauptgefreiten. “Meiner Meinung nach hatte er die Waffe absichtsvoll in diese Richtung gehalten“, heiße es weiter in der Aussage im Feldjägerbericht. Verteidigungskreisen zufolge hatte die Bundeswehr den Feldjägerbericht bereits am 18. Dezember 2010 an die Staatsanwaltschaft Potsdam geschickt, von wo er auf Umwegen an die Staatsanwaltschaft Gera weitergeleitet wurde. Die Thüringer Behörde ermittelt nun nach eigenen Angaben wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

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Der Hauptgefreite aus der zweiten Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 232 aus dem bayerischen Bischofswiesen war am 17. Dezember kurz vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Afghanistan ums Leben gekommen. Er war mit einer Schusswunde in einem Außenposten nördlich des Regionalen Wiederaufbauteams (PRT) Pol-i Khomri aufgefunden worden und wenig später bei einer Notoperation gestorben. Zunächst hieß es, der Soldat habe sich die Schussverletzung selbst zugefügt. Merkel sprach damals von einem tragischen Unglücksfall.

dapd

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