Bundesweites Waffenregister beschlossen

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In Deutschland soll es bald ein bundesweites Waffenregister geben.

Berlin - Knapp drei Jahre nach dem Amoklauf von Winnenden hat die Bundesregierung ein bundesweites Waffenregister beschlossen. Im Notfall soll es vorallem hilfreich für die Polizei sein.

Das Kabinett gab am Mittwoch grünes Licht für einen entsprechenden Gesetzentwurf aus dem Haus von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU). Das Register soll bis Ende 2012 eingeführt werden. Bislang sind Daten über genehmigungspflichtige Waffen bei fast 600 einzelnen Behörden gespeichert, die aber nicht miteinander vernetzt sind. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland rund zehn Millionen legale Waffen. Hinzu kommen illegale Waffen.

Hilfe für die Polizei

Nach dem Amoklauf in Winnenden, bei dem im März 2009 ein 17-Jähriger mit einer Kurzwaffe 15 Menschen und sich selbst erschoss, hatte es verstärkt Forderungen nach einer zentralen Waffendatei gegeben. Befürworter argumentieren, das Register sei vor allem für die Polizei wichtig. Die Beamten könnten damit vor möglichen Einsätzen schnell erkennen, welche Bürger Waffen zu Hause haben.

Rückblick: Amoklauf in Winnenden

Amoklauf in Realschule bei Stuttgart

Der Grünen-Innenexperte Wolfgang Wieland sagte: “Wir brauchen das Waffenregister, um die Regulierung des Waffenbesitzes auch wirklich durchsetzen zu können.“ Waffen hätten im Falle eines Missbrauchs tödliche Wirkung und müssten streng kontrolliert werden. “Das Waffenregister ist deswegen ein überfälliger Schritt.“

dpa

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