Tödliche Köder

CDU-Politiker: Hundequäler in den Knast

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Der Berliner CDU-Politiker Kai Wegner fordert Gefängnisstrafen für Hundehasser, die tödliche Köder mit Gift oder Rasierklingen auslegen.

Berlin - Immer wieder legen Hundehasser tödliche Köder mit Rasierklingen oder Gift aus. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Wegner fordert nun Gefängnisstrafen für die Täter.

Für den Berliner Unions-Politiker ist es ein Unding, dass sich Menschen, die Hunde töten, noch immer lediglich wegen Sachbeschädigung verantworten müssen. Er fordert unmissverständlich härtere Strafen: "Tiere sind Lebewesen und keine Sachen", betont er in einer Pressemitteilung: "Sie haben eine Würde und dürfen nicht heimtückisch gequält oder umgebracht werden." Die bestehende Rechtssprechung hält Wegner, der seit kurzem selbst einen sechs Monate alten Labrador names "Caspar" besitzt, für unzureichend. "Laut Tierschutzgesetz können Tierquäler bis zu drei Jahre ins Gefängnis geschickt werden. Aber die Abschreckung funktioniert nicht, wenn fast immer nur Geldstrafen verhängt werden."

Aktuell sorgt ein Fall im Berliner Stadtteil Spandau für Aufsehen, wo Wegener selbst wohnt. Im Spandauer Forst hat laut der Boulevardzeitung "B.Z." ein unbekannter Hundehasser einen Blutwurst-Köder mit einer Rasierklinge ausgelegt, der einem Rottweiler beinahe zum Verhängnis wurde. Kein Einzelfall: In Spandaus Grünanlagen legen Unbekannte immer wieder Köder mit Rasierklingen, Schnüren oder sogar Rattengift aus.

Nun will Wegner seine Forderung nach härteren Strafen für Hundequäler an die Bundesregierung herantragen: "Ich werde Justizminister Maas dazu auffordern, in besonders schweren Fällen die Strafandrohung zwingend zu verschärfen. Gefängnisstrafen dürfen dann nicht mehr die Ausnahme sein."

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Auch die Berliner CDU will in der Hauptstadt gegen die Tierquäler konsequent vorgehen. Im Spandauer Bezirksparlament hat die Union aktuell ein Aktionsprogramm "Spandau gegen Tierquäler" beantragt. Dieses verlangt: eine verstärkte Präsenz des Ordnungsamtes in Spandaus Grünanlagen, eine zentrale Meldestelle für ausgelegte Köder sowie amtliche Warnhinweise vor Gefahrenstellen.

"Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wie jemand unsere Lieblinge umbringt", sagt Thorsten Schatz (31), Mitglied des Spandauer Fraktionsvorstandes der "B.Z.".

Wie das Blatt berichtet wurde Schatz' Labrador Orko im vergangenen Jahr selbst Opfer einer Gift-Attacke, die der Hund nur knapp überlebte.

fro

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