CDU gratuliert Sellering und will weiter koalieren

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CDU-Spitzenkandidat Lorenz Caffier.

Schwerin - Der CDU-Spitzenkandidat Lorenz Caffier hat Ministerpräsident Erwin Sellering zu dessen Wahlerfolg beglückwünscht und die bisherige gemeinsame Arbeit gelobt. Die gesammelten Reaktionen der Christdemokraten

“Natürlich zählt an dieser Stelle dazu, dass mein Glückwunsch Erwin Sellering und der SPD gilt, die als Wahlsieger aus diesem Wahlabend hervorgehen“, sagte Caffier. Gleichzeitig hob er Erfolge der gemeinsamen Regierungsarbeit mit den Sozialdemokraten hervor. “Wir haben in den letzten fünf Jahren erfolgreiche Politik für dieses Land gestaltet. Wir haben schwierige Ressorts mit viel Aufgaben in den zurückliegenden Jahren gehabt.“

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Enttäuscht äußerte sich Caffier über das Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl. Es sei nicht gelungen, die CDU-Erfolge der vergangenen fünf Jahre in der Koalition mit der SPD in den Vordergrund zu bringen und für die Partei zu nutzen, sagte Caffier. Ministerpräsident Sellering habe für die gemeinsame gute Arbeit die Punkte eingeheimst. Der Innenminister spielte auch auf die mögliche Fortsetzung einer großen Koalition an: “Wir brauchen auch künftig Kontinuität, um das Land weiter voran zu bringen.“

CDU-Fraktionschef Harry Glawe äußerte sich ähnlich. “Von daher ist dieses Ergebnis etwas zu beklagen, aber es ist nicht zu ändern“, sagte er in der ARD. Die CDU stehe aber bereit, im Land weiter wichtige Dinge voranzubringen.

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe setzt auf eine Fortsetzung der großen Koalition in Mecklenburg-Vorpommern. Das Wahlergebnis spiegele den Erfolg der Schweriner Regierungsmannschaft aus SPD und CDU wider, sagte er am Sonntagabend im ZDF. “Die SPD profitiert stärker, aber entscheidend ist, dass wir das Land gemeinsam nach vorne gebracht haben“, lautete Gröhes Wertung des schlechtesten Ergebnisses seiner Partei im Nordosten.

An einen Denkzettel für die Bundesregierung glaubt er indes nicht. “Das war eine Entscheidung über die Landesregierung“, sagte Gröhe am Sonntagabend im ZDF. Von der erfolgreichen Politik der Landesregierung im Nordosten habe die SPD stärker profitiert. Die FDP habe es schwer gehabt, da auch die bürgerlichen Wähler eine Fortsetzung der großen Koalition gewollt hätten, fügte der CDU-Politiker hinzu.

Lieberknecht glaubt nicht an CDU-Koaltion mit der Linken

Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hat das Abschneiden ihrer Partei bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern als “enttäuschend“ bezeichnet. Beide Partner in der Koalition hätten eine ordentliche Arbeit geleistet, sagte Lieberknecht am Sonntag in Erfurt. Davon habe aber vor allem die Partei von Amtsinhaber Erwin Sellering (SPD) profitiert. Sie sprach sich zugleich für eine Fortsetzung der großen Koalition aus.

Eine Koalition mit der Linkspartei wäre zwar möglich, sagte Lieberknecht. Angesichts der geleisteten Arbeit in der bisherigen Koalition, die auch atmosphärisch gut gelaufen sei, spreche alles für eine Fortsetzung. Sie glaube auch nicht, dass die Bundespolitik und die Politik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis gehabt hätten. Sie sehe da keinen Zusammenhang.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat der SPD Respekt gezollt. “Man muss anerkennen, dass die SPD klarer Wahlsieger ist, obwohl die CDU stark gekämpft hat“, sagte Haseloff am Sonntagabend. Das Ergebnis zeige aber auch, dass die Leute eine Fortsetzung der rot-schwarzen Koalition wollen. “Die stärkste Mehrheit haben weiterhin SPD und CDU“, sagte er. Die SPD kann künftig nach den Hochrechnungen sowohl mit der CDU als auch mit der Linken in Mecklenburg-Vorpommern regieren.

dpa/dapd

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