Finanzminister zuversichtlich

Schäuble: Fortschritte im Kampf gegen Euro-Krise

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„Die Krise ist noch nicht vorüber.“ Es seien aber erhebliche Fortschritte erzielt worden, sagte Schäuble am Donnerstag in Berlin.

Berlin - Die Euro-Länder kommen bei der Bewältigung der Schuldenkrise nach Einschätzung von Finanzminister Wolfgang Schäuble weiter voran.

„Die Krise ist noch nicht vorüber.“ Es seien aber erhebliche Fortschritte erzielt worden, sagte Schäuble am Donnerstag in Berlin.

Die Unterschiede bei der Wettbewerbsfähigkeit seien kleiner geworden. Die durchschnittliche Neuverschuldung aller Euro-Länder sei halbiert worden in den vergangenen drei Jahren. Damit seien die Vereinbarungen der Top-Wirtschaftsmächte zum Defizit- und Schuldenabbau eingehalten worden. Auch Länder unter Hilfsprogrammen kämen voran. Die Entscheidungsfähigkeit Europas habe sich verbessert.

Das zurückgewonnene Vertrauen der Märkte in die Euro-Zone kann Schäuble zufolge weiter gestärkt werden, wenn die Länder die Kraft haben, den Weg fortzusetzen. Die Zinsdifferenzen seien zurückgegangen: „Wir haben keinen Grund, in Depression zu verfallen.“ Die Wirtschaft in Deutschland ziehe wieder an. Die Wachstumsdelle werde aufgeholt. Darauf deuteten die Daten aus dem ersten Quartal des Jahres hin. Die EU-Kommission erwarte 2014 in Deutschland im nächsten Jahr ein reales Wachstum von 2,0 Prozent.

Zur Entwicklung Italiens nach den Wahlen zeigte sich Schäuble zuversichtlich. „Mein Vertrauen ist groß, dass Italien eine stabile und handlungsfähige Regierung bilden wird.“ Die politische Klasse sei vielleicht sogar flexibler als es die deutsche in der Vergangenheit gelegentlich gewesen sei: „Ich werde keine öffentlichen Ratschläge geben.“ Er halte nichts davon, Wahlergebnisse in anderen Ländern zu kritisieren, sagte Schäuble und fügte mit Blick auf umstrittene Äußerungen von SPD-Kanzlerkandidat und Ex-Finanzminister Peer Steinbrück hinzu: „Ich bin deutscher Finanzminister. Aber mein Name ist Schäuble.“

dpa

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