TK-Chef Jens Baas

"Private Kassen bald in Existenznöten"

München - Die private Krankenversicherung muss ums Überleben kämpfen. Davon geht der Chef der Techniker-Krankenkasse Jens Baas aus.

"Ich fürchte, dass die private Krankenversicherung in den nächsten Jahren in massive Existenznöte kommt und die gesetzlichen Krankenkassen die Versicherten dann auffangen müssen", sagte Baas dem Münchner Merkur (Samstags-Ausgabe). Er plädierte für einen Übergang in einen einheitlichen Versicherungsmarkt.

Zunächst müssten die privaten Kassen für Neumitglieder geschlossen werden. Die Altersrückstellungen müssten beim Wechsel eines Versicherten in die gesetzliche Krankenversicherung in eine Art Rentenbeitrag an den Gesundheitsfonds fließen.

Baas übte harsche Kritik am Gesundheitswesen : "Niemand ist ernsthaft an Qualität interessiert. Qualität bedeutet Transparenz und Transparenz ist eines der unbeliebtesten Worte im Gesundheitswesen", sagte er.

Alexander Weber

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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