Clinton solidarisiert sich mit saudischen Autofahrerinnen

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US-Außenministerin Hillary Clinton

Washington - US-Außenministerin Hillary Clinton hat sich nun doch öffentlich mit saudischen Aktivistinnen solidarisiert, die in ihrem Land gegen ein inoffizielles Fahrverbot für Frauen protestieren.

Am Vortag hatte das Außenministerium noch erklärt, in diesem Fall auf dezente Diplomatie statt öffentliche Stellungnahmen zu setzen. Am Dienstag äußerte sich Clinton dann aber voll des Lobes für die Kampagne gegen das Fahrverbot. Die Aktivistinnen seien “mutig“ und ihr Ziel sei “richtig“. Clinton betonte, der Wunsch nach Gleichberechtigung sei in Saudi-Arabien selbst erwachsen und nicht vom Ausland gesteuert.

Saudische Aktivistinnen hatten am Montag Clinton und andere westliche Top-Diplomatinnen dazu aufgefordert, ihre Kampagne gegen das Fahrverbot für Frauen in Saudi-Arabien zu unterstützen. Vergangene Woche setzten sich etwa 40 saudische Frauen ans Steuer.

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In Saudi-Arabien gibt es kein Gesetz, das Frauen das Autofahren untersagt. Das in der Welt einmalige Verbot geht vielmehr auf die als Fatwas bezeichnete Anweisungen von islamischen Geistlichen zurück. Diese haben den Erlass damit begründet, dass mobile Frauen Sittenwidrigkeiten und Versuchungen ausgesetzt seien. Wegen der Fatwa müssen viele Familien einen Fahrer einstellen oder sich auf männliche Autofahrer in der Familie verlassen.

Mit der Kampagne protestieren die Aktivisten dagegen, dass eine Frau im vergangenen Monat zu zehn Tagen Haft verurteilt wurde, weil sie ein Video von sich beim Autofahren ins Internet gestellt hatte. Berichten zufolge war die 32-Jährige freigekommen, nachdem sie in einer schriftlichen Erklärung eingewilligt hatte, künftig weder Autofahren noch sich öffentlich dazu äußern zu wollen. Ihr Fall hatte internationale Kritik hervorgerufen.

dapd

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