CSU: Guttenberg hat eine zweite Chance verdient

Berlin - In der CSU wird eine Rückkehr von Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in die Politik trotz der vorsätzlichen Täuschung bei seiner Doktorarbeit für möglich gehalten. Warum er eine zweite Chance verdient hat:

In der CSU wird eine Rückkehr von Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in die Politik für möglich gehalten, obwohl ihm bei seiner Doktorarbeit vorsätzliche Täuschung bescheinigt wurde. “Guttenberg hat selbstverständlich eine zweite Chance verdient“, sagte Finanz-Staatssekretär Hartmut Koschyk der “Mitteldeutschen Zeitung“ (Donnerstag) aus Halle. “Denn er hat Fehlverhalten eingestanden und daraus Konsequenzen gezogen.“

Guttenberg habe sich “bereiterklärt, als Delegierter sowohl für den Bezirks- als auch für den Landesparteitag zur Verfügung zu stehen. Das ist für mich ein Signal, dass er die Brücken nicht abbrechen will“, sagte Koschyk, in dessen Wahlkreis Guttenbergs Universität Bayreuth liegt.

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Auch der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis sprach sich in der “Rhein-Zeitung“ (Donnerstag) für eine Rückkehr Guttenbergs aus. Nach Informationen der “Mitteldeutschen Zeitung“ stehen mehrere CSU-Spitzenpolitiker weiter in Kontakt zu Guttenberg, darunter Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU). Guttenberg, so heißt es, sei angesichts der Plagiatsaffäre “nachdenklich“, aber “mental gut aufgestellt“.

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Guttenberg hat in seiner Stellungnahme für den am Mittwoch veröffentlichten Abschlussbericht seiner Universität den Eindruck zu erwecken versucht, nicht vorsätzlich getäuscht zu haben. Er sprach von Fahrlässigkeit und Schlamperei in Folge von Dauerstress. Die Kommission kam dennoch zu dem Schluss, dass er die Standards wissenschaftlicher Arbeit grob verletzt und die Prüfungskommission vorsätzlich getäuscht hat.

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Wie Guttenberg legte am Mittwochabend auch die FDP-Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin ihre Ämter wegen einer Plagiatsaffäre um ihre Doktorarbeit nieder. Sie trat vom Vorsitz der FDP im Europaparlament und vom Posten der Parlamentsvizepräsidentin zurück.

dpa

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