Deutsche erwarten rasches Ende von Schwarz-Gelb

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Außenminister und Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP) am Donnerstag im Bundestag.

Berlin - Laut einer ARD-Umfrage rechnen fast zwei Drittel der Deutschen mit einem raschen Ende der schwarz-gelbe Koalition. Ein CDU-Spitzenpolitiker warnt nun vor einer Führungsdebatte.

Nach einer Umfrage denken inzwischen bereits 62 Prozent der Bürger, dass die Koalition “nicht mehr lange halten wird“. Nur 31 Prozent erwarten, dass der Regierung mit der Bundespräsidenten-Wahl ein Neustart gelingt, wie das Institut Infratest dimap für den ARD- “Deutschlandtrend“ ermittelte.

Nach dem Debakel für Schwarz-Gelb bei der Bundespräsidentenwahl warnt Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) die Koalitionäre davor, die Führungskraft von Angela Merkel infrage zu stellen. “Wenn einer die CDU vollends in die Krise stürzen will, muss er jetzt eine Führungsdebatte um Bundeskanzlerin Merkel führen“, sagte er der “Bild“-Zeitung (Freitag). “Aber Schwarz-Gelb darf so nicht weitermachen. Wir brauchen mehr Mannschaftsgeist.“

Der Präsidentschaftskandidat der Koalition, Christian Wulff (CDU), war am Mittwoch erst im dritten Wahlgang gewählt worden. Rund 20 Wahlleute der Koalition hatten ihm bis zum Schluss die Stimme verweigert.

Wulff gewählt: Die Schlagzeilen der Zeitungen

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Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) warnte im “Hamburger Abendblatt“ (Freitag) die Koalition davor, nach den Abweichlern bei der Bundespräsidenten-Wahl zu suchen. “Die Menschen erwarten, dass die Koalition, der der Wähler den Regierungsauftrag gegeben hat, geschlossen auftritt und die Probleme des Landes löst.“ Sacharbeit sei “das Gebot der Stunde“.

dpa

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