Deutschland bleibt Ziel islamistischen Terrors

Berlin - Auch nach der weitgehenden Rücknahme des Terroralarms durch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht der Verfassungsschutz weiterhin eine hohe Gefahr.

“Es gibt in Deutschland wie im Ausland potenzielle Täter, die bereit und in der Lage sind, Anschläge zu verüben“, sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, dem Berliner “Tagesspiegel“ (Freitagausgabe). Dschihadistische Gruppen gäben ihre Absichten, “von denen sie möglicherweise auch angesichts der erhöhten Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland Abstand genommen haben, nicht auf“.

Fromm erinnerte an die Sauerlandgruppe, die Anschläge mit Autobomben auf US-amerikanische Einrichtungen begehen wollte. Sie habe ihre Anschlagspläne monatelang weiterverfolgt, obwohl den Mitgliedern bekannt war, dass sie unter Beobachtung standen, sagte Fromm.

Nach seinen Angaben sind etwa 1.000 Personen dem “islamistisch-terroristischen Spektrum in Deutschland“ zuzurechnen. Fromm hält zudem salafistische Gruppierungen für gefährlich. Dabei handelt es sich um Islamisten, die eine Lebensweise buchstabengetreu nach den Regeln des Koran verlangen.

dapd

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