"Logistische Unterstützung"

Deutschland hilft Frankreich bei Afrika-Einsatz

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Ein Mann mit Gewehr in den Straßen von Bangui, Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik.

Berlin - Deutschland will Frankreichs Militäreinsatz in der Zentralafrikanischen Republik logistisch unterstützen: Das Nachbarland soll Hilfe bei Transporten per Flugzeug erhalten.

Deutschland will das Nachbarland Frankreich bei seinem Militäreinsatz in der Zentralafrikanischen Republik logistisch unterstützen. Deutschland erwäge Hilfe beim Lufttransport von Soldaten, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag in Berlin.

Deutschland verfüge über fünf Flugzeuge vom Typ A310, die die Fähigkeit zum Personentransport hätten. Manche Maschinen könnten auch Güter transportieren und Luftbetankungen vornehmen, was ebenfalls als Unterstützung für den französischen Einsatz denkbar sei. Frankreich müsse allerdings eine solche Hilfe nachfragen, sagte der Sprecher weiter. Andere Voraussetzungen wie ein Kabinettsbeschluss oder die Befassung des Bundestages seien für eine solche logistische Unterstützung nicht nötig.

Auch Großbritannien bot Hilfe an

Zuvor hatte auch Großbritannien der Regierung in Paris logistische Hilfe für den Einsatz in der Zentralafrikanischen Republik angeboten. Der UN-Sicherheitsrat hatte am Donnerstag einer Ausweitung des Militäreinsatzes in der Zentralafrikanischen Republik zugestimmt. Insgesamt sollen 1200 französische Soldaten und 3600 Soldaten der Afrikanischen Union (AU) der seit Monaten anhaltenden Gewalt in dem Land ein Ende setzen. Angesichts neuer Gräueltaten auch in der Hauptstadt Bangui ordnete Frankreichs Präsident François Hollande noch am Donnerstagabend den Start des Einsatzes der französischen Soldaten an.

Bereits vor Beginn mehrere Bewaffnete getötet

Wie am Freitag bekanntgeworden war, haben französische Soldaten bereits bei einem Gefecht in der Zentralafrikanischen Republik mehrere Bewaffnete getötet. Die Soldaten hätten am Donnerstagmorgen nahe des Flughafens der Hauptstadt Bangui das Feuer auf einen Pick-Up mit bewaffneten Insassen eröffnet, teilte der französische Generalstab am Freitag in Paris mit. Demnach hatten die Insassen des Pick-Up wiederholt "in die Richtung von Zivilisten und französischen Soldaten" geschossen. "Als das dritte Mal geschossen wurde, haben wir zurückgeschossen und das Fahrzeug zerstört", sagte ein Armeesprecher. Der Vorfall ereignete sich bereits am Donnerstagmorgen und damit vor dem offiziellen Beginn des französischen Militäreinsatzes in dem von blutiger Gewalt erschütterten Land.

afp

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