US-Wahlkampf

Donald Trump spricht von Unabhängigkeit und Angst

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Donald Trump in Pennsylvania.

Monessen - Der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner holt sich Inspiration beim Brexit-Lager. Und er professionalisiert seinen Wahlkampf zunehmend. 

Donald Trump hat ein neues Lieblingswort. Der wahrscheinliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner spricht in diesen Tagen oft von der Unabhängigkeit, die sich die USA zurückholen müssten - so auch bei einer Rede am Dienstag im Bundesstaat Pennsylvania. „Ich möchte, dass Ihr Euch vorstellt, wie viel besser unsere Zukunft sein könnte, wenn wir unsere Unabhängigkeit von den Eliten zurückerlangen, die uns ein finanzielles und außenpolitisches Desaster nach dem anderen eingebrockt haben“, erklärte er.

Wie schon in den vergangenen Tagen war es offensichtlich, dass er sich bei seiner Wortwahl vom Brexit-Lager inspirieren ließ. Die amerikanischen Arbeiter seien betrogen worden, die Löhne im Keller, die Hochhäuser im Land würden nicht mehr mit amerikanischem Stahl gebaut, sagte Trump. Und das alles sei internationalen Handelsabkommen geschuldet. Die Botschaft lautete einmal mehr: Amerika muss wieder an erster Stelle kommen.

Trump professionalisiert seinen Wahlkampf zunehmend

Und Trump fügte seiner Rede eine neuen Dreh hinzu: Es gehe um die Wahl zwischen zwei klaren Alternativen, die das Volk nun habe: „Wir können entweder Hillary und ihrer Kampagne der Angst erliegen, oder wir können uns dazu entscheiden, an Amerika zu glauben“, sagte er.

„Hillary Clinton und ihre Freunde im globalen Finanzsystem wollen Amerika dazu bringen, sich klein zu machen. Und sie wollen die amerikanischen Menschen verschrecken und so davon abhalten, dass sie sich für eine bessere Zukunft entscheiden.“

Angst ist bisher ein Attribut, mit dem eher Trumps politische Agenda umschrieben wird als die seiner demokratischen Rivalin.

Wie so oft in letzter Zeit las der 70-Jährige seine Rede von einem Teleprompter ab. Während das vor einigen Wochen noch hölzern und gestelzt klang, wirkte er am Dienstag ruhiger und präsidialer.

Trump professionalisiert seinen Wahlkampf zunehmend. In den vergangenen Tagen verpflichtete er mehrere neue Berater. Darunter ist auch Jason Miller, der noch vor einigen Wochen für Trumps einstigen Konkurrenten Ted Cruz arbeitete.

dpa

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