Dutzende Verletzte bei Anschlagserie in Sanaa

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Die Angriffe galten Büros der Huthi-Rebellen sowie zwei Moscheen im Zentrum Sanaas. Foto: Yahya Arhab

In Genf versuchen die Vereinten Nationen den Jemen-Konflikt zu beruhigen, währenddessen tobt in dem Bürgerkriegsland weiter die Gewalt. Bei einer Anschlagserie gab es Dutzende Opfer. Hinter den Taten soll die Terrormiliz IS stecken.

Sanaa (dpa) - Bei einer Anschlagserie in Jemens Hauptstadt Sanaa sind am Mittwoch mindestens zwei Menschen getötet und 60 verletzt worden. Das teilte das Gesundheitsministerium des Landes mit.

Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) veröffentlichten im Internet ein angebliches IS-Statement, in dem sich die Organisation zu der Gewalt einen Tag vor Beginn des Fastenmonats Ramadan bekennt. Die Echtheit konnte zunächst nicht unabhängig überprüft werden. In dem Text heißt es, vier mit Sprengstoff beladene Autos seien an verschiedenen Orten der Stadt zur Explosion gebracht worden.

Anwohnern zufolge galten die Angriffe einem Büro der schiitischen Huthi-Rebellen, die Sanaa kontrollieren, sowie mehreren Moscheen im Zentrum der Hauptstadt. Dort hätten Unterstützer der Huthis zu diesem Zeitpunkt gebetet; die Sprengladungen explodierten den Informationen zufolge aber außerhalb der Gotteshäuser. Dem mutmaßlichen Statement des IS zufolge wurde auch der Aufenthaltsort eines führenden Huthi-Führers mit einer Autobombe angegriffen.

In Genf laufen derzeit Friedensgespräche zwischen den Konfliktparteien im blutigen jemenitischen Bürgerkrieg. In dem bitterarmen Land auf der arabischen Halbinsel kämpfen schiitische Huthi-Rebellen gegen Anhänger des sunnitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi, der nach Saudi-Arabien geflüchtet ist. Seit Ende März bombardiert ein saudisch geführtes Bündnis Stellungen der Aufständischen in dem Land.

Im März waren bei Anschlägen auf Moscheen der Huthis in Sanaa 137 Menschen getötet worden. Damals hatte sich die IS-Miliz zu der Tat bekannt.

Ungeachtet der Genfer Friedensgespräche geht die Gewalt auch in anderen Teilen des Jemen weiter: Ein saudischer Luftangriff auf einen Flüchtlingskonvoi tötete nahe der südlichen Stadt Aden einem Bericht zufolge 23 Menschen. Das Bombardement habe am späten Dienstag versehentlich die Autos von fliehenden Familien getroffen, berichtete die Nachrichtenseite "Aden al-Ghad".

Nach dem tödlichen Drohnenangriff auf den Al-Kaida-Vizechef Nasser al-Wahischi tötete die Terrorgruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) laut örtlichen Journalisten zudem zwei Männer, die angeblich für die USA spionierten. Die Verdächtigen seien von AQAP-Extremisten getötet und anschließend an zwei Brücken in der Stadt Al-Mukalla gekreuzigt worden, berichteten Zeugen. AQAP gilt als der aktivste und gefährlichste Ableger des Terrornetzwerkes.

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