Wegen Sparpolitik

Erneuter Generalstreik in Griechenland

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Polizisten bereiten sich in Athen auf die geplante Demonstration vor. Die Gewerkschaften in Griechenland rufen erneut zum Generalstreik gegen die geplanten Entlassungen im öffentlichen Dienst auf.

Athen - Das krisengeschüttelte Griechenland wird vom vierten Generalstreik in diesem Jahr heimgesucht. Betroffen sein werden unter anderem der Flugbetrieb und der öffentliche Nahverkehr.

Der 24-stündige Protest gegen den geplanten Stellenabbau im öffentlichen Dienst soll am (heutigen) Dienstag) den Flugbetrieb und den öffentlichen Nahverkehr lahmlegen sowie Krankenhäuser und andere soziale Dienste beeinträchtigen. Zudem planen die Gewerkschaften Demonstrationen. Landesweit hatten bereits am Montag Kommunalbehörden aus Protest für drei Tage ihre Dienste ausgesetzt.

Der Öffentliche Sektor war bislang vom Stellenabbau ausgenommen. Doch unter dem Druck der internationalen Geldgeber muss das mit milliardenschweren Rettungskrediten gestützte Land bis Ende 2014 insgesamt 15 000 Stellen streichen. Zudem sollen 12 500 Angestellte noch in diesem Jahr in andere Behörden wechseln, in denen es an Personal mangelt.

Mit diesen Maßnahmen will die Regierung den Auflagen von EU, EZB und Internationalem Währungsfonds (IWF) zur Haushaltssanierung nachkommen. Das Parlament soll am (morgigen) Mittwoch über die Pläne zum Stellenabbau abstimmen.

Die Eurogruppe hatte kürzlich schon entschieden, Griechenland trotz der verzögerten Umsetzung der Reformen aus dem laufenden Rettungsprogramm einen weiteren Kredit über insgesamt 6,8 Milliarden Euro in Raten bis Oktober auszuzahlen.

Griechenland hatte 2010 einen Rettungsantrag gestellt. Die Wirtschaft steckt seit sechs Jahren in der Rezession. Die Arbeitslosenquote lag Ende März, dem jüngsten verfügbaren Datum, bei fast 27 Prozent.

AP

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