EU-Beitritt: Westerwelle lobt Kroatien

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Guido Westerwelle wird vom kroatischen Außenminister Gordan Jandrokovic begrüßt.

Dubrovnik - Drei Tage lang bereist Außenminister Westerwelle den Balkan. Er verkündet dabei vor allem eine Botschaft: Wer Reformen liefert, wird in die EU aufgenommen.

Außenminister Guido Westerwelle hat die Länder des westlichen Balkans zu weiteren Reformanstrengungen auf ihrem Weg in die EU aufgerufen. “Wer sich anstrengt ..., der wird auch in der Europäischen Union mit Freude aufgenommen werden“, sagte er am Mittwoch bei einem Besuch in der kroatischen Adria-Stadt Dubrovnik. Kroatien nannte er als positives Beispiel. Das Land hat die Beitrittsverhandlungen bereits abgeschlossen und soll Mitte 2013 in die EU aufgenommen werden.

Mazedonien und Montenegro haben ebenfalls bereits Kandidatenstatus, andere Balkanländer wie Serbien, Kosovo, Bosnien und Albanien warten darauf noch. Vor seiner Visite in Dubrovnik hatte Westerwelle beim ersten Besuch eines deutschen Außenministers in Montenegro für Reformen geworben. In der Hauptstadt Podgorica sprach er konkret die Bereiche Rechtsstaatlichkeit, Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität sowie die Medienfreiheit

Gleichzeitig ließ er aber keinen zweifel daran, dass Deutschland die Balkanländer auf ihrem Weg in die EU unterstützen werde: “Montenegro gehört zu Europa, die Staaten des westlichen Balkans gehören zu Europa“, betonte er.

Westerwelle schloss in Podgorica mit seinem montenegrinischen Amtskollegen Milan Rocen auch ein Kriegsgräberabkommen. Danach werden 66 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs rund 2000 in Montenegro gefallene deutsche Soldaten erstmals eine Grabstätte erhalten.

Zum Abschluss seiner Reise wird der Außenminister am Donnerstag das Kosovo besuchen und sich dort ein Bild von dem Grenzstreit mit Serbien machen. In zwei Wochen reist auch Bundeskanzlerin Angela Merkel auf den Balkan und wird in Serbien und Kroatien Station machen.

dpa

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