EU-Mitgliedschaft Serbiens rückt einen Schritt näher

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Beitrittskandidat Serbien: Mit sympathischen Fußballfans fallen die Serben bei der WM in Südafrika auf. Gleichzeitig wachsen die Chancen des Landes, einmal Mitglied der EU werden zu werden.

Luxemburg - Die seit anderthalb Jahren blockierten Vorbereitungen für EU-Beitrittsverhandlungen mit Serbien laufen wieder an. In ein paar Jahren könnte es soweit sein.

Die EU-Außenminister gaben dafür am Montag in Luxemburg grünes Licht, wie aus Diplomatenkreisen verlautete. Ausschlag gab ein positives Zeugnis von UN-Chefankläger Serge Brammertz über eine bessere Zusammenarbeit Belgrads mit dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Serbien strebt einen EU-Beitritt im Jahr 2014 an.

Bislang ist aber noch nicht einmal das sogenannte Assoziierungs- und Stabilisierungsabkommen in Kraft, das einen ersten Schritt auf dem langen Weg in die Union darstellt. Die EU-Außenminister hatten das Stabilisierungsabkommen mit Belgrad im April 2008 unterzeichnet, der Ratifizierungsprozess in den Mitgliedsstaaten wurde aber auf Eis gelegt.

Nach der Freigabe der Außenminister am Montag kann der Vertrag den Parlamenten nun vorgelegt werden. UN-Chefankläger Brammertz attestiert Belgrad zwar mehr Kooperation mit Den Haag. Der von dem Haager Tribunal gesuchte frühere bosnisch-serbische General Ratko Mladic befindet sich aber noch immer auf freiem Fuß.

dapd

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