Fahrgastverband und Grüne kritisieren Bahn

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Zu wenig in die Infrastruktur investiert hat die Bahn, kritisieren "ProBahn" und Grüne angesichts des Schnechaos auf der Schiene.

München - Nach erheblichen Verkehrsbehinderungen in den vergangenen Tagen hat der Bundesvorsitzende des Fahrgast-Verbandes „ProBahn“, Karl-Peter Naumann, der Bahn massive Versäumnisse vorgeworfen:

"Die Bahn muss aufhören, ihr Geld nur in Prestige-Objekte zu investieren – wie Stuttgart 21. Sie muss endlich das gesamte System stabilisieren", sagte er dem Münchner Merkur (Donnerstagsausgabe).

"Das Verkehrsnetz ist überlastet. Es gibt nicht nur zu wenig Gleise, sondern auch zu wenig Reservefahrzeuge." Die Bahn habe für den Börsengang sparen wollen; das Ergebnis müssten nun die Reisenden ausbaden. "Wir würden jetzt eine andere Situation haben, wenn die Bahn in der Vergangenheit die Mängel in der Infrastruktur beseitigt hätte."

Auch die Grünen-Bundesvorsitzende Claudia Roth kritisierte gegenüber der Zeitung das Bahn-Management. "Ein bisserl Wetter, und Deutschland liegt flach - das kann's nicht sein. Es ist zynisch, wenn die Bahn davon abrät, Bahn zu fahren. Das ist die Folge davon, dass sich die Bahn viel zu stark auf ihren möglichen Börsengang konzentriert und Investitionen in ihre Funktionsfähigkeit vernachlässigt hat."

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