Farc-Friedensvertrag wird Ende September unterzeichnet

+
Die feierliche Zeremonie sei für den 26. September in der Hafenstadt Cartagena im Norden des Landes geplant, sagt Präsident Juan Manuel Santos. Foto: Juan Pablo Bello/dpa

Cartagena (dpa) - Das Friedensabkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Guerillaorganisation Farc wird Ende September unterzeichnet. Die feierliche Zeremonie sei für den 26. September in der Hafenstadt Cartagena im Norden Kolumbiens geplant, sagte Präsident Juan Manuel Santos.

Zuvor war darüber spekuliert worden, ob der Vertrag bei den Vereinten Nationen in New York, am Ort der Friedensverhandlungen in Kuba oder in Kolumbien unterzeichnet würde.

Die Wahl sei auf Cartagena gefallen, weil dort der katalanische Priester San Pedro Claver im 17. Jahrhundert den afrikanischen Sklaven geholfen habe, sagte Santos. "San Pedro Claver war ein großer Kämpfer für die Menschenrechte. Der Friedensprozess greift eine seiner Charaktereigenschaften auf, indem er die Opfer, die Menschenrechte in das Zentrum der Konfliktlösung stellt."

Das Abkommen soll von Santos und dem Farc-Kommandeur Rodrigo Londoño alias "Timochenko" unterzeichnet werden. Damit geht der älteste Konflikt Lateinamerikas mit mehr als 220 000 Toten offiziell zu Ende. Am 2. Oktober müssen die Kolumbianer den Vertrag noch in einem Referendum billigen.

Meistgelesene Artikel

Grünen-Politiker tot am Rheinufer aufgefunden

Mannheim - Am Montagmorgen wurde am Brühler Rheinufer eine verbrannte Leiche gefunden. Dabei soll es sich um den Landtagsabgeordneten Wolfgang …
Grünen-Politiker tot am Rheinufer aufgefunden

Alexander Van der Bellen ist neuer Bundespräsident

Wien - Österreich hat einen neuen Bundespräsidenten: Alexander Van der Bellen gewinnt die Wahl vor Norbert Hofer. Wir berichten im Live-Ticker über …
Alexander Van der Bellen ist neuer Bundespräsident

Seehofer erleidet erneut Schwächeanfall

München - Schreckmoment in der Münchner Staatskanzlei: Ein Schwächeanfall hat Ministerpräsident Horst Seehofer bei einer Bürgersprechstunde gestoppt.
Seehofer erleidet erneut Schwächeanfall

Kommentare