Um das Vertrauen zu erhalten

Finanzminister: Notlügen sind erlaubt

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Der thailändische Finanzminister Kittiratt Na-Ranong

Bangkok - Thailands Finanzminister findet Lügen legitim. Vor allem Notlügen sind nach Ansicht des Politikers wichtig, um das Vertrauen der Wirtschaft und der Bürger aufrechtzuerhalten.

Thailands Finanzminister nimmt es bei seinen Exportprognosen nicht so genau. Seine Ansage im Frühjahr, das Exportwachstum erreiche 15 Prozent in diesem Jahr, sei eine Notlüge gewesen, räumte er nach einem Bericht der „Bangkok Post“ von Freitag ein. „Stellen Sie sich vor, ich würde sagen, wir schaffen kein Wachstum - was hätte das für Folgen für das Vertrauen?“ zitierte die Zeitung Minister Kittiratt Na-Ranong. „Finanzminister können über ein paar Sachen lügen, aber das sind Notlügen.“

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Kittiratt hatte herbe Kritik eingesteckt, als die Regierung am Dienstag ein Exportwachstumziel von neun Prozent für dieses Jahr nannte. Er hatte zuvor von 15 Prozent gesprochen. Andere Behörden wie das Planungsbüro und die Kammer für Wirtschafts- und Sozialentwicklung gehen von gut sieben Prozent aus. Die Opposition war empört. „Das wird kaum das Vertrauen in unsere Wirtschaft erhöhen, im Gegenteil“, sagte Korn Chatikavanij, Finanzminister unter der Vorgängerregierung.

dpa

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