Sänger will Reichensteuer

Bei Jauch: Grönemeyer ätzt gegen Seehofer

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Herbert Grönemeyer (l.) warf CSU-Chef Seehofer (r.) "verbale Brandstiftung" vor.

Berlin - Musik-Legende Herbert Grönemeyer ätzte am Sonntagabend beim Polit-Talk von Günther Jauch gegen CSU-Chef Horst Seehofer. Es sei "verbale Brandstiftung", was Seehofer betreibe.

Bei Günther Jauch haben sich am Sonntagabend Musik-Legende Herbert Grönemeyer, Kanzleramts-Chef Peter Altmaier sowie Sozialamt-Leiterin Michaela Vogelreuther, Politikwissenschaftler Werner Patzelt und Journalist Ranga Yogeshwar über die Flüchtlingssituation in Deutschland diskutiert.

Besonders Kanzleramts-Chef Peter Altmaier verteidigte den aktuellen Kurs der Kanzlerin. Auf die Nachfrage von Jauch, ob CSU-Chef Horst Seehofer mit seinen Angriffen auf die Kanzlerin Recht habe, antwortet Altmaier: Es gebe nur in "Nuancen einige Meinungsverschiedenheiten". In den wichtigen Fragen herrsche jedoch Einigkeit.

Als Altmaier die Aussagen von CSU-Chef Seehofer herunter spielt, platzt Herbert Grönemeyer der Kragen: "Das ist doch verbale Brandstiftung, was der Seehofer macht". Wumms, das sitzt. Altmaier ringt kurz um Fassung und will "das so nicht stehen lassen".

Als Jauch noch einen nachlegt und einen Meinungsumschwung in Deutschland erkennt, da Merkel nicht mehr so beliebt ist, Seehofer hingegen deutlich zugelegt hat bei den Beliebheitswerten, bleibt Altmaier ruhig.

Er verweist darauf, dass es üblich sei, dass Bürger sich um die Zukunft sorgen, aber die GroKo gebe bald die richtigen Antworten. So werden die Flüchtlinge demnächst auf alle EU-Länder verteilt, sagte der Kanzleramts-Chef.

Eine Möglichkeit, wie man das Problem in Deutschland lösen könnte, sieht Grönemeyer beim Geld. "Man kann sich auch überlegen, ob man nicht den Besserverdienern in Deutschland etwas ans Geld geht." Dem Sänger schwebt eine Art begrenzte Reichensteuer vor, um die finanziellen Engpässe zu umgehen.

Hier können Sie den Jauch-Talk in der ARD-Mediathek sehen.

ms

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