Flüchtlings-Lager auf griechischen Ostägäis-Inseln überfüllt

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Ein Boot mit Flüchtlingen vor der Küste der griechischen Insel Lesbos. Foto: Orestis Panagiotou/Archiv

Athen (dpa) - Die Lage in den Flüchtlings- und Registrierungslagern (Hotspots) auf den Inseln der östlichen Ägäis hat sich dramatisch verschlechtert. Nach der Ankunft von mehr als 560 Migranten in den vergangenen 48 Stunden harren dort insgesamt 12 200 Menschen aus.

Die Lager auf Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos können eigentlich nur 7450 Menschen aufnehmen.

Hunderte Migranten müssen auf Lesbos im Freien ausharren, berichtete Reporter vor Ort am Mittwoch. Dies gelte auch für die Insel Chios, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Küstenwache.  

In ganz Griechenland halten sich nach Angaben des Flüchtlingskrisenstabes vom Mittwoch knapp 60 000 Menschen in Lagern, Registrierzentren und Wohnungen sowie Hotels auf. Viele von ihnen hoffen, trotz der Schließung der Balkanroute doch noch irgendwie nach Mitteleuropa zu kommen.  

Die griechische Polizei nahm am Dienstag sieben Migranten fest, die mit gefälschten Pässen von Kreta nach Deutschland fliegen wollten. Die aus Afghanistan, dem Irak sowie Syrien stammenden Menschen im Alter zwischen 16 und 40 Jahren zeigten im Flughafen von Heraklion gefälschte japanische, polnische, tschechische und italienische Reisedokumente vor, um auf Flüge nach Deutschland zu kommen, teilte die Polizei mit.

Fast täglich entdecken die Behörden ähnliche Fälle auf fast allen Inseln der Ägäis. Wegen der Urlaubssaison in Griechenland hoffen Schleuser wie Migranten, dass wegen des Großbetriebs auf den kleinen Inselflughäfen gefälschte Pässe nicht auffallen.

Stab für die Flüchtlingskrise

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