"Wenige Einzelfälle"

Flüchtlingsbundesamt stellte vorbestrafte Mitarbeiter ein

Nürnbeg - Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat Mitarbeiter eingestellt, die einen Eintrag im Führungszeugnis haben und somit vorbestraft sind.

Den Mitarbeitern sei inzwischen gekündigt worden, sagte ein Sprecher der Behörde den „Nürnberger Nachrichten“ (Freitag). Es habe sich jedoch um „wenige Einzelfälle“ gehandelt. Vor der Einstellung sei das Führungszeugnis nicht verlangt worden, sondern erst innerhalb der Probezeit. Um welche Einträge es sich handelt, wollte der Sprecher aus Datenschutzgründen nicht sagen.

Zuvor hatte der Personalrat die beschleunigten Einstellungsverfahren der Behörde erneut scharf kritisiert. In einem internen Schreiben prangerte er zahlreiche Kündigungen während der Probezeit an. Gründe seien auch „ungebührliches Verhalten gegenüber Asylbewerbern, fehlende IT-Kenntnisse, Korruptionsgefährdung oder mangelnde Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift“ gewesen, berichtete die Zeitung. Nach Angaben der Behörde gab es rund 70 Kündigungen innerhalb der Probezeit.

Das Bamf steht seit Monaten unter Druck, weil es deutlich schneller über Asylanträge entscheiden soll als bisher. Dafür wurden Hunderte neue Mitarbeiter eingestellt.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Meistgelesene Artikel

Altbundespräsident Roman Herzog gestorben

Berlin -  Seine „Ruck-Rede“ bleibt in Erinnerung. Unermüdlich forderte Roman Herzog die Bürger zu Reformen auf. Nun ist der Altbundespräsident im …
Altbundespräsident Roman Herzog gestorben

Künftiger Pentagon-Chef warnt Trump vor Putin

Washington - Was Donald Trump über Russland und die Nato gesagt hat, ließ in Europa Alarmglocken schrillen. Sein künftiger Verteidigungsminister …
Künftiger Pentagon-Chef warnt Trump vor Putin

Obamas Abschied: Liebeserklärung an Michelle

Chicago - Obama geht - mit emotionalen, aber eher stillen Tönen. Der scheidende Präsident erinnert seine Landsleute noch einmal an das, was ihm …
Obamas Abschied: Liebeserklärung an Michelle

Kommentare