Wichtiger Wechselwähler-Staat

US-Medien: Trump gibt sich in Virginia praktisch geschlagen

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Neue Vorwürfe: Das Wahlkampfteam von Donald Trump hat derzeit mit massiven Problemen zu kämpfen.

Richmond/New York - Erst vergangene Woche hatte ein Video mit Äußerungen von Donald Trump für einen Skandal gesorgt. Nun gibt es neue Vorwürfe gegen den umstrittenen Präsidentschaftskandidaten der US-Republikaner.

Donald Trump hat nach US-Medienberichten seinen Wahlkampf im wichtigen Wächselwähler-Staat Virginia deutlich zurückgefahren. Der Republikaner Trump liegt dort laut Umfragen klar hinter seiner demokratischen Kontrahentin Hillary Clinton zurück.

Corey Stewart, Trumps gefeuerter Wahlkampfmanager in Virginia, hält den Schritt für falsch. "Zieht Euch nicht aus Virginia zurück", schrieb er auf Facebook. "Tausende getreuer Freiwilliger haben Millionen Stunden damit zugebracht, von Tür zu Tür zu ziehen und Telefonanrufe zu starten."

Der Sender NBC beruft sich für seine Information auf drei Quellen aus dem Trump-Lager. Die Entscheidung sei am Mittwochabend während einer Telefonkonferenz verkündet worden. Trump werde sich nun auf die Staaten Pennsylvania, Florida, North Carolina und Ohio konzentrieren. Auch das "Wall Street Journal" berichtete über den Schritt.

Clintons Strategie scheint aufzugehen 

Die Strategie Hillary Clintons wäre damit ein Stück weit aufgegangen. Sie hatte sich mit Tim Kaine einen Vizepräsidentschaftskandidaten aus Virginia ausgewählt, um den wichtigen Bundesstaat für sich zu sichern. Aus Virginia kommen 13 Wahlmänner; 270 sind nötig, um die Präsidentenwahl am 8. November zu gewinnen.

Am Mittwoch hatte Trumps Wahlkampfteam Vorwürfe von zwei Frauen zurückgewiesen, der Unternehmer habe sie gegen ihren Willen angefasst. Zuvor hatte die "New York Times" Aussagen der beiden Frauen veröffentlicht.

Die 74-jährige Jessica Leeds sagte der Zeitung, Trump habe ihr vor drei Jahrzehnten während eines Fluges an die Brüste gefasst und versucht, unter ihren Rock zu greifen. Die andere Frau, Rachel Crooks, erklärte, Trump habe sie 2005 in einem Aufzug auf den Mund geküsst.

Das Lager des Republikaners dementierte die Anschuldigungen. Trumps Sprecher Jason Miller bezeichnete den Bericht als "Fiktion". Am vergangenen Freitag war ein Video aus dem Jahr 2005 aufgetaucht, in dem sich der Unternehmer damit rühmt, er könne sich gegenüber Frauen alles erlauben und sie sogar an ihren Geschlechtsteilen berühren. Trump entschuldigte sich daraufhin.

dpa

Bericht New York Times

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