Friedrich: Religionsfreiheit hat Grenzen

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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) spricht am Dienstag im historischen Rathaus in Regensburg (Oberpfalz) während der Tagung "Regensburger Gespräch".

Regensburg - Die Religionsfreiheit ist laut Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) kein Freibrief für eine schrankenlose Freiheit des Einzelnen. Auch betonte er die Bedeutung des Christentums für Deutschland.

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Die in Deutschland per Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit ist nach Ansicht von Friedrich kein Freibrief für eine schrankenlose Freiheit des Einzelnen. “Eine freiheitliche und tolerante Gesellschaft zeichnet sich gerade auch dadurch aus, dass sie bewusst auch Grenzen setzt“, sagte Friedrich am Dienstag in Regensburg bei einer Tagung über die Rolle der Religion in der Gesellschaft.

Gegenüber religiös begründetem totalitären Gedankengut dürfe es keine Toleranz geben. Die Gesellschaft könne weder Zwangsheirat, Hausarrest für Mädchen oder Genitalverstümmelungen akzeptieren, sagte Friedrich.

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Der Innenminister war in den ersten Wochen seiner Amtszeit mehrfach wegen Äußerungen zum Islam kritisiert worden. So hatte er infrage gestellt, dass der Islam zu Deutschland gehört. Außerdem hatte er den Muslimen vorgeschlagen, enger mit Sicherheitsbehörden zu kooperieren, damit Radikale schneller entdeckt werden. In Regensburg vermied Friedrich solche Aussagen.

Er betonte, dass es dem Staat um die Einbindung der mehr als vier Millionen Muslime in Deutschland gehe. Ziel sei auch flächendeckender Islam-Unterricht an den Schulen. Erschwert werde die Einführung aber dadurch, dass die Muslime nicht wie christliche Kirchen organisiert seien und daher - mit Ausnahme der Aleviten - nicht unbedingt als Religionsgemeinschaft im gesetzlichen Sinn anerkannt werden könnten.

dpa

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