"Friendly fire" fordert Todesopfer

US-Luftschlag tötet zehn irakische Soldaten

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US-Kampfjets über dem Nordirak (Archivbild).

Bagdad - Die US-Armee hat eingestanden, dass durch einen Luftangriff der US-geführten Koalition im Irak vermutlich irakische Soldaten getötet wurden.

"Wir haben zehn unserer Soldaten verloren", der Vorfall werde untersucht, sagte der irakische Verteidigungsminister Chaled al-Obeidi am Samstag. Zuvor hatte die US-Armee eingestanden, dass vermutlich zehn irakische Soldaten bei einem Luftangriff getötet oder verletzt worden seien. Sie kündigte ebenfalls eine Untersuchung an.

In einer Erklärung der US-Armee hieß es am Freitag, ersten Informationen zufolge bestehe die "Möglichkeit", dass bei einem Bombardement der Koalition in der Nähe der irakischen Stadt Falludscha westlich von Bagdad versehentlich irakische Soldaten getötet worden seien. Die US-geführte Koalition unterstützt die irakische Regierung im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Am Samstag wurde der Tod der zehn irakischen Soldaten von einer ranghohen Armeequelle bestätigt.

Opfer auf beiden Seiten

In der Erklärung des US-Militärkommandos Centcom vom Freitag hieß es weiter, bisher sei es wohl noch nie zu einem versehentlichen Beschuss der verbündeten irakischen Soldaten gekommen. Demnach waren irakische Bodentruppen nach zwei Luftangriffen auf IS-Stellungen schnell vorgerückt. Sie lieferten sich heftige Gefechte mit IS-Kämpfern südlich von deren Hochburg Falludscha, als die Koalition ein drittes Mal aus der Luft angriff. Dabei habe es Opfer auf beiden Seiten gegeben, hieß es.

Der US-Regierungsgesandte für den Kampf gegen den IS, Brett McGurk, äußerte in sozialen Netzwerken sein Beileid für den Tod "mutiger irakischer Soldaten" im Kampf gegen den IS. US-Verteidigungsminister Ashton Carter rief den irakischen Regierungschef Haider al-Abadi an, um diesem ebenfalls sein Beileid auszusprechen, wie es in einer Erklärung hieß.

AFP

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