Gauck will durch die Länder touren

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Joachim Gauck könnte der nächste Bundespräsident werden.

Berlin - Der Bundespräsidenten-Kandidat Joachim Gauck will sich auch in den Ländern zeigen und Diskussionstermine wahrnehmen. Wahlkampf wolle er aber nicht machen.

Auf dem Weg ins Schloss Bellevue will der Bundespräsidenten-Kandidat Joachim Gauck durch die Länder touren. “Sein Angebot geht ganz klar dahin, dass er auch von anderen Fraktionen auch in den Ländern eingeladen werden kann“, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles am Montag in Berlin. Der Konkurrent des schwarz-gelben Kandidaten Christian Wulff werde in den Wochen bis zur Wahl am 30. Juni “eine Reihe von Diskussionsveranstaltungen haben“ und sich auch ansonsten zu Wort melden. Gauck lege aber “größten Wert“ darauf, dass er keinen Wahlkampf machen wolle, betonte Nahles.

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Gauck sehe sich als überparteilichen Kandidaten. Er werde sich am Dienstag den Fraktionen von SPD und Grünen vorstellen. Er werde, wenn gewünscht, auch in die Länder gehen und sich vorstellen. Nahles gab bekannt, dass Gauck vom SPD-Vorstand “einstimmig bei einer Enthaltung“ und vom Präsidium einstimmig nominiert worden sei.

Die Stärkung der Demokratie

Gauck habe bei seiner Vorstellung im SPD-Vorstand erklärt, er wolle ein Präsident sein, der die Bürger zum Mitwirken an der Demokratie animiere, sagte Nahles. Sein zentrales Thema werde die Stärkung der Demokratie sein. Zwar sei die Frist bis zur Wahl kurz, aber sie reiche aus, um das Profil Gaucks als “streitbaren Demokraten“ deutlich zu machen. Die Generalsekretärin sagte, die ersten Reaktionen auf die Nominierung Gaucks ermutigten sie, dass Bewegung in das Rennen um die Präsidentschaft komme.

Aber natürlich wisse die SPD um die Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung. Schon jetzt sei es ein großer Erfolg, dass darüber debattiert werde, wie ein Präsident sein müsse und welche Qualitäten er einbringen müsse. Nahles sagte, SPD und Grüne hätten nicht versucht, sich mit den Linken auf Gauck als Kandidaten zu verständigen. Eine Einigung sei bei der Person Gauck auch “sehr unwahrscheinlich“ gewesen, meinte sie.

dapd

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