GdP: Zu viele Straftäter kommen in Deutschland davon

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Polizeiabsperrung: Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert, dass zu viele Straftäter in Deutschland ungeschoren davonkommen.

Berlin - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert, dass zu viele Straftäter in Deutschland ungeschoren davonkommen.

Die Zahl der Verfahren, die wegen Geringfügigkeit eingestellt würden, sei “alarmierend“, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Bernhard Witthaut am Dienstag in Berlin. Es entstehe das fatale Signal, dass kleinere Vergehen toleriert würden.

Laut Statistischem Bundesamt wurde 2009 fast ein Drittel der sechs Millionen Straftaten wegen Geringfügigkeit nicht weiter verfolgt. Insgesamt wurden rund 62 Prozent der Ermittlungen nicht abgeschlossen. Besonders hoch ist die Quote der eingestellten Strafverfahren in Hamburg (71,2 Prozent), Hessen (68,6 Prozent) und Berlin (68 Prozent). Bayern (54,2 Prozent) und Baden-Württemberg (55,5 Prozent) sind dagegen die Spitzenreiter bei der Strafverfolgung.

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Es sei bemerkenswert, dass die Länder mit der geringsten Quote an eingestellten Verfahren auch die niedrigste Kriminalitätsrate aufwiesen, erklärte Witthaut. “Wirksame Prävention hängt eindeutig auch mit Abschreckung zusammen. Wo das Risiko entdeckt zu werden hoch ist, ist Kriminalität weniger verbreitet.“

2009 wurden in Bayern laut Statistik 5.000 Kriminalitätsfälle pro 100.000 Einwohner registriert, in Berlin waren es fast dreimal so viele.

dapd

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