General: Bill Clinton verschlampte Atom-Code

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Der frühere US-Präsident Bill Clinton soll die Geheimcodes für den Befehl zum Atomschlag verloren haben.

Frankfurt/Main - Au weia! Bill Clinton sind während seiner Amtszeit als US-Präsident nach Angaben eines ehemaligen Generals die Geheimcodes für den Befehl zum Atomschlag abhandengekommen.

Die Karte mit dem Zahlenschlüssel sei über Monate verschwunden gewesen, schreibt der pensionierte US-General Hugh Shelton nach einem CNN-Bericht in seinen Memoiren “Without Hesitation: The Odyssey of an American Warrior“ (Ohne Zögern: Die Odysee eines amerikanischen Kriegers).

Jeder US-Präsident verfügt über diese Code-Karte mit dem sich ein Aktenkoffer, der sogenannte “Football“, öffnen lässt. Darin befinden sich Instruktionen für einen Atomschlag. Irgendwann im Jahr 2000 ging die Karte mit dem Zahlensystem offenbar verloren. Die Sache ist laut Shelton erst aufgeflogen, als die Karte routinemäßig durch eine neue ersetzt werden sollte. Da habe Clintons Mitarbeiter, dessen Aufgabe es gewesen sei, sich mit den Codes zu jeder Zeit in der Nähe des US-Präsidenten aufzuhalten, zugegeben, dass die alte Karte verlegt worden sei.

Shelton: “Wir sind gerade noch einmal davongekommen“

Zuvor hatte der Mitarbeiter laut Shelton die Vertreter des Verteidigungsministeriums zwei Mal getäuscht und ihnen bei der monatlichen Überprüfung vor Ort gesagt, der Präsident sei in einer Konferenz, habe aber die richtigen Codes. Erst als die Karte ersetzt werden sollte, gestand der Mitarbeiter, dass weder der Präsident noch er die Karte besäßen - sie sei wie vom Erdboden verschluckt. “Das war ein dickes Ding“, schreibt Shelton. “Wir sind gerade noch einmal davongekommen.“

Diese Länder haben Atomwaffen

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Clinton habe von der verlorenen Karte sehr wahrscheinlich gar nichts gewusst. Dem Präsidenten seien umgehend neue Codes ausgehändigt worden. Die nationale Sicherheitsberaterin von George W. Bush, Fran Townsend, sagte CNN, sie könne sich nichts Schlimmeres als das Verlegen der Code-Karte vorstellen. Es gebe aber vielfältige Sicherungsmechanismen. Selbst wenn die Code-Karte in fremde Hände gelangt wäre, hätte mit ihr allein kein Atomschlag ausgeführt werden können.

Das Sicherheitssystem wurde offenbar inzwischen auch geändert: So wartet der Pentagon-Vertreter bei seiner monatlichen Überprüfung, bis der Präsident oder sein Mitarbeiter ihm die Karte zeigt; eine mündliche Zusicherung reicht nicht mehr aus.

dapd

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